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US-Polizistin des Totschlags beschuldigt

Gegen die Polizeibeamtin, welche im US-Staat Oklahoma einen unbewaffneten Schwarzen erschoss, ist ein Haftbefehl erlassen worden.

Es ist nicht der erste Fall von Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA: Nachdem Polizisten im Juli 2016 zwei Afroamerikaner in St. Paul und Baton Rouge erschossen hatten, kam es zu öffentlichen Protesten.  (10. Juli 2016)
Es ist nicht der erste Fall von Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA: Nachdem Polizisten im Juli 2016 zwei Afroamerikaner in St. Paul und Baton Rouge erschossen hatten, kam es zu öffentlichen Protesten. (10. Juli 2016)
Max Becherer, Keystone
Aufgebracht und wütend gingen Menschen auf die Strasse, um gegen Polizeigewalt gegen Schwarze zu demonstrieren. (10. Juli 2016)
Aufgebracht und wütend gingen Menschen auf die Strasse, um gegen Polizeigewalt gegen Schwarze zu demonstrieren. (10. Juli 2016)
Max Becherer, Keystone
Die Behörden kündigten eine umfassende Untersuchung an.
Die Behörden kündigten eine umfassende Untersuchung an.
Keystone
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Nach den tödlichen Schüssen auf einen unbewaffneten Schwarzen im US-Bundesstaat Oklahoma ist eine Polizistin formell des Totschlags beschuldigt worden. Gegen die Beamtin sei Haftbefehl erlassen worden, erklärte Staatsanwalt Steve Kunzweiler am Donnerstag in Tulsa.

Der Polizistin wird vorgeworfen, am vergangenen Freitag auf einer Strasse in Tulsa den 40-jährigen Schwarzen Terence Crutcher erschossen zu haben. Der Vorfall war von Polizeikameras aufgezeichnet worden.

Auf den Bildern ist zu sehen, wie der Mann mit erhobenen Händen an seinem Auto lehnt – es sieht so aus, als kooperiere er mit den Beamten. Dann trifft ihn der Schuss einer Polizistin, er stürzt zu Boden, woraufhin ein weiterer Polizist eine Betäubungswaffe abfeuert.

Laut Ermittlungsunterlagen gab die Polizeibeamtin an, sie habe sich von Crutcher bedroht gefühlt – obwohl dieser keine Waffe trug und sich auch in seinem Auto keine Waffe befand.

706 Tötungen durch US-Polizisten

Wenige Tage nach dem Vorfall in Tulsa war in Charlotte im Bundesstaat North Carolina ein weiterer Schwarzer von Polizisten erschossen worden. Nach Polizeiangaben trug der 43-jährige Keith Lamont Scott eine Handfeuerwaffe und stellte eine Bedrohung dar. Nach Angaben seiner Familie und Nachbarn trug Scott ein Buch – keine Waffe – und wartete auf den Schulbus, um seinen kleinen Sohn abzuholen. Der Fall löste in Charlotte Proteste mit gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei aus.

In den USA gibt es seit Monaten schwere Auseinandersetzungen wegen der Polizeigewalt. Mehrere Vorfälle, bei denen Polizisten unbewaffnete Schwarze töteten, lösten landesweite Proteste aus. In diesem Jahr erschossen US-Polizisten nach Angaben der «Washington Post» bereits 706 Menschen, unter ihnen 163 Schwarze.

SDA/chk

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