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USA bleiben «gefährlich verletzlich»

Auch sieben Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September wird in den USA die Gefahr eines massiven Angriffs für realistisch eingeschätzt.

Die jüngsten Spannungen mit Russland hätten das Risiko weiter erhöht, sagte der frühere demokratische Abgeordnete Lee Hamilton bei der Vorstellung einer unabhängigen Studie in Washington.

Tausende Chemiefabriken ungeschützt

Die Studie warnt insbesondere vor einem Angriff mit atomaren, chemischen oder biologischen Waffen. Sie kritisiert, dass die Bemühungen nachgelassen hätten, die Zugänglichkeit von Nukleartechnik oder Material zum Bombenbau einzuschränken. Tausende Chemiefabriken in den USA seien ungeschützt. Zudem sei die US-Regierung dagegen, internationale Abkommen zur Verhinderung von Anschlägen mit biologischen Waffen zu stärken.

Die Studie wurde von der Organisation Partnerschaft für ein sicheres Amerika verfasst, zu deren Mitgliedern die Führer der nach den Anschlägen vom 11. September 2001 eingesetzten und inzwischen wieder aufgelösten «9/11 Commission» gehören.

Wichtige Partnerschaft mit Russland gefährdet

«Die Gefahr eines neuen, grossen Terrorangriffs auf die USA ist weiter sehr real», heisst es in dem Bericht. Am grössten sei die Bedrohung durch eine «nukleare, chemische oder biologische Waffe in der Hand von Terroristen». Es habe zwar Fortschritte gegeben, diese Materialien besser zu sichern, «aber wir sind weiter gefährlich verletzlich».

Russland war bislang ein wichtiger Partner für die USA, wenn es darum ging, Atomwaffen zu sichern und die chemischen Waffen der früheren Sowjetunion zu zerstören. Diese Kooperation sei durch die Kaukasuskrise und wegen des Streits um die US-Raketenabwehr in Polen in Gefahr, erklärte Hamilton. Die USA setzten zudem am Montag ein Abkommen mit Russland über die Zusammenarbeit bei der zivilen Nutzung der Kernkraft aus. Diese Strafen gegen Russland machten eine Zusammenarbeit in anderen Bereichen natürlich schwieriger, sagte Hamilton.

AP/cpm

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