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USA – eine Grossmacht am Abgrund

Die sozialen Probleme in den USA nehmen zu. Mittlerweile lebt jeder siebte Bürger unter der Armutsschwelle. Wer besonders stark betroffen ist.

Umsonst essen: Ein katholisches Zentrum in Cleveland ist Anlaufstelle für Hungrige.
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Keystone
Von der Krise besonders betroffen: Die Latinos, hier ein Stellensuchender in Calexico, Kalifornien.
Von der Krise besonders betroffen: Die Latinos, hier ein Stellensuchender in Calexico, Kalifornien.
Keystone
Spärlich eingerichtet: Die Bleibe eines Mannes.
Spärlich eingerichtet: Die Bleibe eines Mannes.
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Die Zahl der Armen in den USA hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Rund 43,7 Millionen US-Bürger - also einer von sieben - lebten 2009 unterhalb der Armutsschwelle, teilte das Statistikamt in Washington mit.

Dies waren vier Millionen mehr als im Vorjahr. Gemessen an der Gesamtbevölkerung wurden 14,7 Prozent als arm eingestuft; dies war die höchste Quote seit 1994. Als eine der Hauptursachen für die gestiegene Armutsquote sahen die Statistiker die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit an.

Viele Menschen haben keine Krankenversicherung

Parallel zur Armut stieg auch die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung auf einen Rekordstand. Sie überschritt erstmals die 50-Millionen-Marke und lag 2009 knapp unter 51 Millionen. Im Vorjahr waren noch 46,3 Millionen US-Bürger nicht krankenversichert. Die in diesem Jahr verabschiedete Gesundheitsreform der US-Regierung soll den meisten Bürgern Zugang zu einer Versicherung bieten; allerdings sollen die meisten Massnahmen erst in einigen Jahren greifen.

Besonders von Armut betroffen waren weiterhin Afroamerikaner und Bürger lateinamerikanischer Herkunft. Unter ihnen lag die Armutsquote bei etwa einem Viertel - und damit doppelt so hoch wie bei weissen US-Bürgern. Überdurchschnittlich hart von Armut betroffen waren Kinder und Jugendliche: Jeder Fünfte unter 18 Jahren galt als arm. Die Armutsschwelle liegt nach Festlegung der US-Statistiker bei einem Jahreseinkommen von 22.000 Dollar für eine vierköpfige Familie.

AFP/miw

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