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«Unzerbrechliche Beziehungen»

Barack Obama und Benjamin Netanjahu haben Berichte über einen Bruch in den Beziehungen zurückgewiesen. Von politischer Einigkeit sind sie aber weit entfernt.

Hört gebannt zu: Barack Obama und Benjamin Netanjahu stellen sich im Weissen Haus der Presse.
Hört gebannt zu: Barack Obama und Benjamin Netanjahu stellen sich im Weissen Haus der Presse.
Keystone

Bei einem Treffen im Weissen Haus sind US-Präsident Barack Obama und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu demonstrativ dem Eindruck entgegengetreten, die Beziehungen beider Länder seien in einer Krise.

Berichte über eine bilaterale Verstimmung seien «schlichtweg falsch», sagte Obama bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Netanjahu am Dienstag. Die Bande zwischen beiden Staaten seien «unzerbrechlich». Der US-Präsident würdigte seinen Gast als einen Politiker, der bereit sei, «für den Frieden Risiken einzugehen».

Das Treffen hob sich deutlich ab von Netanjahus letztem Besuch bei Obama im März, der frostig ausgefallen war. Grund für die Verstimmung damals war unter anderem die Kritik der USA an Israels Siedlungsbau in Ost-Jerusalem.

«Höchste Zeit» für direkte Friedensgespräche

Obama lobte Netanjahu für den Entscheid, die Blockade gegen den Gazastreifen zu lockern. Er forderte Israel und die Palästinenser auf, direkte Friedensgespräche aufzunehmen, bevor im September der von Israel verkündete vorläufige Stopp des Siedlungsbaus im Westjordanland ausläuft.

Auch Netanjahu sagte, es sei «höchste Zeit» für die Aufnahme direkter Gespräche mit den Palästinensern. Derzeit haben beide Seiten nur indirekten Kontakt über US-Vermittler. Die Palästinenser fordern aber, dass Israel vor neuen direkten Gesprächen seine Siedlungsprojekte in Ost-Jerusalem einstellt.

Der israelische Siedlungsbau ist einer der grössten Streitpunkte zwischen Israelis und Palästinensern und somit eines der zentralen Hindernisse auf dem Weg zur Lösung des jahrzehntealten Nahost- Konflikts.

SDA/jak

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