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Umweltorganisationen: Tiefe Erwartungen übertroffen

Greenpeace wertet das Abschlusspapier als Zeichen der Hoffnung. Der WWF sprach gar von einem verfrühten Weihnachtsgeschenk an die Welt, das aber mit viel weiterer Arbeit verbunden sei.

Die Umweltorganisationen sind mit dem Resultat der UNO-Klimakonferenz im mexikanischen Cancún zufrieden: Die Erwartungen an die Klimakonferenz seien nach der Enttäuschung von Kopenhagen sehr tief angesetzt gewesen. «Cancún hat diese Erwartungen in einem phänomenalen Finale klar übertroffen», schreibt der WWF in einer Mitteilung vom Samstag.

«Wir haben etwas vom Vertrauen zurückbekommen, das die Klimaverhandlungen so dringend brauchen», wird Patrick Hofstetter, Leiter Klimapolitik beim WWF Schweiz und Mitglied der Schweizer Delegation in Cancún, zitiert. Die grossen Brocken blieben zwar, schreibt der WWF. So sei eine zweite Verpflichtungsperiode für das Kyotoprotokoll noch immer nicht verabschiedet und die Schwellenländer hätten keine verpflichtenden Massnahmen versprochen. Beides sei jedoch bereits in einem Jahr in Südafrika möglich.

Greenpeace: «Es ist erst der Anfang»

Auch nach Ansicht von Greenpeace ist die Staatengemeinschaft einem Klimaschutzvertrag in Durban mit den Beschlüssen in Cancún ein Stück näher gekommen. Zum Schluss habe die Einsicht in die Notwendigkeit über die Furcht gesiegt, schreibt Greenpeace in einer Mitteilung. «Das Ergebnis ist besser, als viele hier zeitweise befürchtet haben. Trotzdem – es ist erst der Anfang. Jetzt muss die Arbeit richtig losgehen», wird der Leiter der Internationalen Klimapolitik von Greenpeace, Martin Kaiser, zitiert.

Schweiz soll als gutes Beispiel vorangehen

Der WWF forderte die Schweiz auf, bei den Treibhausgasemissionen als gutes Beispiel voranzugehen: Im Abschlusspapier wurde festgehalten, dass die Industrieländer bis 2020 ihre Treibhausgas-Emissionen insgesamt um 25 bis 40 Prozent gegenüber 1990 reduzieren müssen. Das Land solle deshalb eine Reduktion um 40 Prozent anbieten, statt wie bisher lediglich 20 Prozent, fordert der WWF.

Damit würde die Schweiz zu den fortschrittlichen Industrienationen wie Deutschland, Schweden, England und Norwegen aufschliessen. Denn ohne grosse Fortschritte auf nationaler Ebene in möglichst vielen Ländern werde es in einem Jahr kein hinreichend ambitiöses Klimaabkommen geben.

SDA/raa

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