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Ukrainische Soldaten ziehen sich von Flughafen Luhansk zurück

Kiew meldet heftige Kämpfe aus Luhansk. Nach dem Beschuss durch russische Artillerie habe man den Flughafen aufgegeben. Die Rebellen geben sich am Verhandlungstisch aber gesprächsbereit.

Globaler Anspruch: Der russische Präsident Wladimir Putin mit einer Weltkugel. Aufgenommen beim Besuch eines Jugendlagers am Seligersee. (29. August 2014)
Globaler Anspruch: Der russische Präsident Wladimir Putin mit einer Weltkugel. Aufgenommen beim Besuch eines Jugendlagers am Seligersee. (29. August 2014)
Mikhail Klimentyev, Keystone
Das Flugzeug des russischen Verteidigungsministers Sergei Schoigu musste wegen einer Überflugsverweigerung durch Polen nach Bratislava umkehren und dort warten: Die Maschine auf dem Flughafen von Bratislava, Slowakei. (29. August 2014)
Das Flugzeug des russischen Verteidigungsministers Sergei Schoigu musste wegen einer Überflugsverweigerung durch Polen nach Bratislava umkehren und dort warten: Die Maschine auf dem Flughafen von Bratislava, Slowakei. (29. August 2014)
Jozef Jakubco, Ex-Press
Bereiten sich auf die Verteidigung vor: Ein gepanzerter Lastwagen der ukrainischen Armee vor Mariupol. (28. August 2014)
Bereiten sich auf die Verteidigung vor: Ein gepanzerter Lastwagen der ukrainischen Armee vor Mariupol. (28. August 2014)
AP Photo/Sergei Grits, Keystone
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Überraschung bei den Verhandlungen über den Ukraine-Konflikt in Minsk: Die prorussischen Rebellen in der Ostukraine haben Abstand von ihrer Forderung nach einer vollen Unabhängigkeit genommen. Sie respektierten die Souveränität der Ukraine, forderten aber mehr Autonomie für die mehrheitlich russischsprachige Region um die Städte Lugansk und Donezk, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Ria Novosti ein am Montag in Minsk zu Beginn einer neuen Verhandlungsrunde zum Ukraine-Konflikt vorgelegtes Positionspapier.

Nach Meinung von Experten deutet dies auf den Wunsch von Russlands Präsidenten Wladimir Putin hin, in dieser neuen Verhandlungsrunde eine Einigung zu erzielen. Sein Interesse dürfte es unter anderem sein, weitere Sanktionen des Westens zu vermeiden, hiess es. Die Gespräche sollen am Freitag weitergehen. Dabei soll es um einen Waffenstillstand sowie einen Austausch von Gefangenen gehen, wie Separatistenführer Andrej Purgin Ria Novosti sagte.

Über die Krim wird nicht diskutiert

Zu den Anwesenden bei der jüngsten Verhandlungsrunde im Ukraine-Konflikt gehören der frühere ukrainische Präsident Leonid Kutschma, Russlands Botschafter in der Ukraine, ein Vertreter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sowie Vertreter der Rebellen. Die Verhandlungen drehen sich nur um die Ostukraine, eine Rückgabe der von Russland im März annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim wird nicht diskutiert.

Russlands Aussenminister Sergej Lawrow hatte vor Beginn der Gespräche einen Waffenstillstand gefordert. Zugleich versicherte er, Russland werde nicht militärisch in der Ukraine eingreifen. Er widersprach damit Aussagen der ukrainischen Regierung, der Nato und westlicher Länder, wonach die Russen bereits Truppen, Artillerie und Panzer über die südöstliche Grenze in die Ukraine geschickt hätten, um die Separatisten zu stärken.

«Russische Artillerie hat geschossen»

Die Kämpfe in der Ostukraine gingen weiter. Die prorussischen Rebellen zwangen das ukrainische Militär am Montag, sich von dem Flughafen nahe der Rebellenhochburg Lugansk zurückzuziehen. Grund war ein heftiger Angriff «professioneller Artillerie-Schützen der russischen Streitkräfte», wie der Sprecher des nationalen Sicherheitsrats der Ukraine, Andrej Lyssenko, mitteilte.

Im Osten der Ukraine wächst die Sorge, dass die Aufständischen versuchen, eine Landverbindung zwischen Russland und der Halbinsel Krim unter ihre Kontrolle zu bringen. In der Region am Asowschen Meer hatten Rebellen vor wenigen Tagen eine neue Front eröffnet.

AP/sda/chk

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