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«Trump machte 15'413 fragwürdige Aussagen»

Der US-Präsident hat laut der «Washington Post» die Zahl irreführender oder falscher Behauptungen im Jahr 2019 verdoppelt.

Soll Tausende fragwürdige Aussagen gemacht haben: US-Präsident Donald Trump während einem Wahlkampfauftritt in Louisiana. (6.November 2019) Bild: Leah Millis/Reuters
Soll Tausende fragwürdige Aussagen gemacht haben: US-Präsident Donald Trump während einem Wahlkampfauftritt in Louisiana. (6.November 2019) Bild: Leah Millis/Reuters

US-Präsident Donald Trump hat die Zahl seiner falschen oder irreführenden Aussagen seit seinem Amtsantritt nach einer Statistik der «Washington Post» in diesem Jahr mehr als verdoppelt. Die «Washington Post» berichtete am Montag unter Berufung auf ihre eigene Faktencheck-Statistik, im Jahr 2017 habe Trump 1999 falsche oder irreführende Aussagen von sich gegeben.

Im Folgejahr seien es weitere 5689 gewesen, zusammengenommen sind das 7688 falsche oder irreführende Aussagen. Bis zum 10. Dezember habe sich diese Zahl auf insgesamt 15'413 gesteigert – also auf mehr als das Doppelte.

«Ein grundlegendes wirtschaftliches Missverständnis»

In den letzten zwei Monaten hätten sich fast 600 dieser Behauptungen auf die Untersuchung zur Ukraine-Affäre bezogen. Und etwa jede fünfte beziehe sich auf die Wirtschaft oder auf die Beschäftigung.

So habe Trump 175 Mal behauptet, die USA hätten Geld für Handelsdefizite «verloren». Dies zeugt laut der «Washington Post» von einem «grundlegenden wirtschaftlichen Missverständnis». Denn: Ein Handelsdefizit bedeutet, dass Konsumenten in einem Land mehr Waren aus einem anderen Land kaufen als Käufer im zweiten Land aus dem ersten Land. Zudem beeinflussen makroökonomische Faktoren wie Währung, Wirtschaftswachstum und Investitionsraten Handelsdefizite. Länder würden somit kein Geld dafür verlieren.

Die Zahl der fragwürdigen Aussagen werde auch durch das ständige Twitter-Sperrfeuer des Präsidenten erhöht, so die Zeitung weiter. Fast 20 Prozent der falschen und irreführenden Aussagen stammten «von seinem juckenden Twitter-Finger».

«Alternative Facts» und «Fake News»

Trump ist bekannt dafür, es mit der Wahrheit nicht immer ganz genau zu nehmen. Kritiker werfen ihm vor zu lügen. Trumps Beraterin Kellyanne Conway hat den Begriff der «alternativen Fakten» geprägt. Trump wiederum wirft Medien wie der «Washington Post», die kritisch über ihn und seine Politik berichten, vor, «Fake News» zu verbreiten.

Journalisten der «Washington Post» hatten Trumps ehemaligem Sprecher Sean Spicer die Frage gestellt, ob der Präsident häufig die Unwahrheit sage. Der erklärte, Trump selbst habe seine Technik «übertriebene Übertreibung» genannt, im Original «exaggerated hyperbole». Trump sei eben ein Verkäufertyp, so Spicer.

SDA/oli

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