Zum Hauptinhalt springen

Times-Square-Bomber ist angeklagt

Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen Terrorismus gegen den gebürtigen Pakistaner Faisal Shazad erhoben. Derweil hat der pakistanische Geheimdienst zwei Männer in Karachi verhaftet.

Heroische Darstellung: Faizal Shahzad lässt sich auf  Al-Arabiya TV als Märtyrer feiern.
Heroische Darstellung: Faizal Shahzad lässt sich auf Al-Arabiya TV als Märtyrer feiern.
Keystone
Wütender Auftritt: Faizal Shahzad drohte vor Gericht offen mit Krieg.
Wütender Auftritt: Faizal Shahzad drohte vor Gericht offen mit Krieg.
Keystone
Mit solchen Weckern wurden die Bomben gezündet.
Mit solchen Weckern wurden die Bomben gezündet.
Reuters
1 / 7

Nach dem Anschlagsversuch am New Yorker Times Square ist der von den US-Behörden festgenommene Verdächtige offiziell angeklagt worden. Faisal Shahzad müsse sich wegen Terrorismus vor Gericht verantworten, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Shazad hat das Attentat gestanden, wie die amerikanischen Behörden weiter mitteilten. «Er hat gestanden, den Geländewagen gekauft, den Sprengsatz zusammengebaut, ihn in das Auto gelegt, den Wagen dort geparkt und den Platz verlassen zu haben», sagte ein Ermittler in New York. Damit habe der Tatverdächtige sozusagen alle Vorwürfe eingestanden. Der Beschuldigte gab demnach im Verhör an, er habe den Umgang mit Sprengsätzen in Pakistan erlernt.

Zwei Verdächtige in Pakistan festgenommen

Gleichzeitig sind im Zusammenhang mit dem vereitelten Autobombenanschlag in Pakistan zwei Verdächtige festgenommen worden. Sie seien am Dienstag in der südpakistanischen Metropole Karachi gefasst worden, nachdem sie Telefonate mit dem in New York verhafteten Hauptverdächtigen Faisal Shazad geführt hätten, erklärten Vertreter der pakistanischen Sicherheitsbehörden. Die verdächtigen Telefonate seien mitgeschnitten worden, teilten sie weiter mit.

Auch in den USA wurden neben dem Hauptverdächtigen laut Medienberichten weitere drei Männer in Gewahrsam genommen. Bei einem soll es sich um einen Mitbewohner in Shazads Wohnung in der Kleinstadt Bridgeport im US- Bundesstaat Connecticut bei New York handeln. Die Ermittlungsbehörden selber liessen am Dienstag verlauten, «sie verfolgten in dem Fall weitere Spuren».

Terrorplan

«Nach dem, was wir bislang wissen, handelte es sich um einen Terrorplan, um auf einem der belebtesten Plätze in diesem Land Amerikaner zu töten», sagte der amerikanische Justizminister Eric Holder. FBI-Vizedirektor John Pistol teilte mit, Shahzad habe im Verhör «wertvolle Informationen» preisgegeben.

Der 30-jährige Shazad war am Montagabend auf dem John-F.-Kennedy- Flughafen festgenommen worden. Nach Angaben von Justizminister Eric Holder wollte er das Land in Richtung Dubai verlassen. Die Ermittler waren ihm am Montag über das Auto auf die Spur gekommen.

Shazad hatte den Wagen erst vor drei Wochen in Connecticut gekauft und bar bezahlt. Er hatte die Kennnummer des 17 Jahre alten Geländewagens unter der Frontscheibe beseitigt, nicht aber die Kennzeichnung auf dem Motorblock. Diese Angabe führte die Fahnder zu der Verkäuferin des Autos. Von ihr erhielten die Ermittler die Handy-Nummer des Verdächtigen und erfuhren dann über abgehörte Gespräche, dass er sich ins Ausland absetzen wollte.

Obama sieht Terrorgefahr

US-Präsident Barack Obama wertete das fehlgeschlagene Attentat von New York als klares Zeichen, dass die Terrorgefahr auch im eigenen Land noch nicht gebannt ist. Der Anschlagsversuch sei eine «weitere, ernüchternde Erinnerung daran, in welchen Zeiten wir leben», erklärte Obama. Der Präsident versicherte, dass dem Gesetz Geltung verschafft werde. Die USA liessen sich jedoch nicht terrorisieren.

afp/sda/ddp/oku

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch