Zum Hauptinhalt springen

Tausende von Kubanern wollen Land pachten

Die neue Möglichkeit, für zehn Jahre private Landnutzungsrechte zu beantragen, findet Anklang.

Vor den Registraturen des sozialistischen Inselstaates bildeten sich lange Schlangen von Antragstellern. Die Regierung unter Präsident Raúl Castro hatte im Juli die Möglichkeit eingeführt, Bauern auf zehn Jahre die Nutzungsrechte zuzuteilen. Rund die Hälfte des kultivierbaren Landes auf der Karibikinsel liegt brach.

Nach den Verwüstungen, die durch die jüngsten Hurrikans auf Kuba angerichtet wurden, ist der Bedarf an Lebensmitteln weiter gestiegen.

«Für die Bevölkerung müssen Lebensmittel produziert werden, deswegen sind wir hierher gerufen worden», sagte der 68-jährige Miguel Pera, der in einem Büro in Havanna die Nutzungsrechte für 2,5 Hektar Land beantragte.

Neben Privatleuten können auch landwirtschaftliche Betriebe oder staatliche Kooperativen eingetragen werden. In diesem Fall werden die Nutzungsrechte für 25 Jahre vergeben. Derzeit werden 84 Prozent der Lebensmittel für die Kubaner importiert.

Dafür sind in diesem Jahr Ausgaben von 2,5 Milliarden Dollar veranschlagt. Die Nutzungsrechte können nicht verkauft oder vererbt werden.

SDA/se

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch