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Sie will es mit Clinton aufnehmen

Carly Fiorina war HP-Chefin, jetzt will sie US-Präsidentin werden – als «Aussenstehende».

Rein in die grosse Schlacht: Carly Fiorina (Mitte) schielt Richtung Washington. (Archiv)
Rein in die grosse Schlacht: Carly Fiorina (Mitte) schielt Richtung Washington. (Archiv)
Keystone

Die ehemalige Chefin des Technologiekonzerns Hewlett-Packard, Carly Fiorina, bewirbt sich um das Präsidentenamt der USA. Die Anhängerin der Republikanischen Partei stieg am Montag mit einem Fernsehinterview offiziell in das Rennen um die Nachfolge von Präsident Barack Obama ein.

«Ich denke, ich bin die Beste für den Job, weil ich verstehe, wie die Wirtschaft funktioniert», sagte Fiorina dem TV-Sender ABC. Die 60-Jährige bemüht sich um die Nominierung der Republikaner. Sie hat sich als scharfe Kritikerin von Ex-Aussenministerin Hillary Clinton positioniert, die für die Demokraten ins Rennen gehen möchte. Sie glaube, dass Amerikaner nach Jahren des politischen Stillstands in Washington für eine Aussenstehende bereit seien, sagte Fiorina bei ihrem Auftritt in der ABC-Sendung «Good Morning America».

Studium-Abbrecherin

Fiorina dürfte die einzige bekannte Frau sein, die sich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner zur Wahl 2016 bewirbt. Umfragen zufolge ist Fiorina allerdings chancenlos, anders als die Senatoren Rand Paul und Marco Rubio sowie der ehemalige Florida-Gouverneur Jeb Bush.

Die aus Texas stammende Tochter eines Bundesrichters brach ihr Jura-Studium ab, machte aber noch zwei Abschlüsse in Wirtschaft und Naturwissenschaften. Von einem Job als Sekretärin in einer kleinen Immobilienfirma arbeitete sich Fiorina bis an die Spitze des Computerriesen HP hoch. Nachdem sie eine Übernahme des Konkurrenten Compaq gegen alle Bedenken durchgedrückt hatte und Finanzziele nicht erreichte, wurde sie 2005 schliesslich aus dem Chefsessel gedrängt.

Bewerbung als Senatorin für Kalifornien

Unter Republikanern ist Fiorina keine Unbekannte. 2008 beriet sie Senator John McCain in dessen Präsidentschaftswahlkampf und bewarb sich 2010 erfolglos als Senatorin für Kalifornien.

Am Sonntagabend hatte auch der Neurochirurg Ben Carson seine Kandidatur angekündigt. Der Afroamerikaner kommt aus sehr armen Verhältnissen, gilt als Pionier der operativen Trennung Siamesischer Zwillinge und ist ein äusserst konservativer Tea-Party-Mann.

SDA

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