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Sex auf Schlittschuhen – und anderswo

Levi Johnston ist 18 Jahre alt, ein talentierter Eishockeyspieler und lebt in Wasilla, Alaska, ebenso wie die Gouverneursfamilie Palin. Vor allem aber sieht er ziemlich gut aus.

«Sex on Skates» titelte das «NY Magazine» (zu deutsch: Sex auf Schlittschuhen), und «Daily News» nennt ihn einen «superhunky bad-boy ice hockey player» (in etwa: super-gutaussehender, rebellischer Eishockeyspieler).

Levi Johnston und Bristol Palin sind offenbar seit über einem Jahr zusammen, und in Wasilla war es ein offenes Geheimnis, dass die Gouverneurstochter von ihm schwanger ist. Laut der Mutter des jungen Mannes gab es jedoch bereits Hochzeitspläne, bevor man von der Schwangerschaft wusste. Bristol jubelte Levi regelmässig bei den Spielen der Wasilla Warriors zu, dem Highschool-Eishockey-Team, in dem er einer der Stars war. Trainer Bill Sturdevant bezeichnet ihn als «guten Jungen mit vielen Freunden».

Als besonders ergiebig erwies sich die Myspace-Seite des «teenage hottie», wie er von diversen Bloggern bezeichnet wird. Johnstons Homepage ist mittlerweile zwar nicht mehr zugänglich, aber der Inhalt wird überall genüsslich zitiert. Er schreibt dort, er sei ein «fucking redneck» (in etwa ein verdammter Prolet), und wenn ihm jemand blöd komme, dann trete er ihn «in den Arsch». Johnston mag snowboarden, campen, fischen, jagen und mit Freunden rumhängen. «Aber ich lebe fürs Hockeyspielen.» Besonders brisant: Auf der Seite soll auch stehen, dass er zwar in einer Beziehung lebe, aber keine Kinder haben wolle.

Ein Blogger bringt es so auf den Punkt: «Johnston ist ein klassisches Beispiel für einen Typen, bei dem du dir konstant Sorgen machst, dass er deine Tochter schwängern wird (was er dann gelegentlich auch tut). Er ist ein hübscher Kerl, ein Starathlet - und er hat eine Vorstrafe.» Und was für eine: Letztes Jahr wurde er von der Polizei in Alaska erwischt, wie er ausserhalb der Fischsaison einen Königslachs aus dem Moose Lake herausholte. Gegen eine Kaution von 370 Dollar kam er wieder frei. Ausserdem soll er laut einer Zeitung im letzten Winter nur knapp einer Lawine entkommen sein, als er mit drei Freunden snowboarden war.

Der wilde Kerl, der das Leben offensichtlich in vollen Zügen geniesst, scheint nicht so recht zu der Gouverneursfamilie zu passen, die sich dem amerikanischen Volk bisher als stramm konservativ und gottesfürchtig präsentiert hat. Aber inzwischen hat auch er sich auf den Weg zum republikanischen Parteitag nach St. Paul gemacht, wo er von nun an mit der Familie Palin auftreten wird. Und dort zusammen mit Bristol vermutlich mehr Medienaufmerksamkeit erhalten wird als Sarah Palin und John McCain zusammen. Als ob es nicht genügend wichtigere Themen im US-Wahlkampf zu diskutieren gäbe.

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