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«Sergeant Psycho» und die verheizten Helden

Der Mord an 17 Afghanen hat in den USA die Diskussion über den Krieg neu entfacht. Dass der mutmassliche Täter ein amerikanischer Unteroffizier ist, wird der Heldenverehrung allerdings keinen Abbruch tun.

Für viele Amerikaner trotz allem ein Held: Staff Sergeant Robert Bales auf einem Trainingsstützpunkt in Kalifornien. (23. August 2011)
Für viele Amerikaner trotz allem ein Held: Staff Sergeant Robert Bales auf einem Trainingsstützpunkt in Kalifornien. (23. August 2011)
Keystone

Der mutmassliche Massenmord des Unteroffiziers Robert Bales an 17 Afghanen, darunter neun Kindern, wühlt die amerikanische Seele auf. Denn die Untat steht in direktem Gegensatz zur allgemein gepflegten Heldenverehrung, wie sie nach 9/11 in Mode kam: Jeder US-Soldat, der in Afghanistan, im Irak oder sonst wo kämpfte oder auch nur einen Schreibtisch in einer Kaserne auf amerikanischem Boden kommandierte, geriet zum Idol einer Nation, die der Institution des Militärs inzwischen mehr traut als jeder anderen.

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