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Schweizer Rechtshilfegesuch sorgt für Wut in Argentinien

Wegen des Verdachts auf Geldwäscherei ermittelt die Bundesanwaltschaft laut argentinischen Medien gegen einen bekannten linken Politiker. Dessen Anhänger riefen deshalb zum Streik auf.

Ein Rechtshilfegesuch aus der Schweiz hat in Argentinen einen Streikaufruf ausgelöst. Wie argentinische Medien heute berichteten, soll die Schweiz gegen einen einflussreichen argentinischen Gewerkschaftsfunktionär und dessen Sohn ermitteln.

Die Bundesanwaltschaft in Bern teilte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA mit, dass Ende Januar ein Verfahren wegen Geldwäscherei eröffnet worden sei. In diesem Zusammenhang seien die argentinischen Behörden um Rechtshilfe ersucht worden. Das Verfahren richte sich aber gegen eine unbekannte Täterschaft.

Gemäss argentinischen Medienberichten hatten die Behörden aus der Schweiz am Donnerstag (Ortszeit) Argentinien um Rechtshilfe gebeten. Der einflussreiche Gewerkschafter Hugo Moyano, der politisch der argentinischen Präsidentin Cristina Kirchner nahe steht, soll in einen Geldwäscheskandal verwickelt sein.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Schweizer Anfrage rief die von Moyano angeführte Gewerkschaft der Lastwagenfahrer zu einem Streik auf. «Die Leute erkennen, wenn versucht wird, ihren Anführer zu beschädigen», rechtfertigte Moyanos Anwalt Daniel Llermanos gegenüber der argentinischen Tageszeitung «Clarin» den Streikaufruf am Freitag. Das Schweizer Gesuch sei «respektlos gegenüber der Republik Argentinien», so Llermanos weiter. Es strotze vor Form- und Rechtschreibefehlern.

SDA/oku

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