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Schweiz kritisiert Wahl des UNO-Generalsekretärs

Der Schweizer Botschafter in New York fordert, dass die Wahl des UNO-Generalsekretärs transparenter wird. Erste Namen für die Nachfolge von Ban Ki-Moon kursieren bereits.

Sprach vor dem Sicherheitsrat in New York: Der Schweizer Botschafter Paul Seger. (Archivbild: Keystone)
Sprach vor dem Sicherheitsrat in New York: Der Schweizer Botschafter Paul Seger. (Archivbild: Keystone)

Die Wahl des UNO-Generalsekretärs muss nach Ansicht der Schweiz transparenter werden. Dies sagte der Schweizer Botschafter Paul Seger vor dem Sicherheitsrat in New York. 2016 wird der Nachfolger von UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon gewählt. Die UNO-Charta sieht vor, dass die Generalversammlung auf Empfehlung des Sicherheitsrates über einen Kandidaten abstimmt.

Wie aber der Sicherheitsrat zu seinem Kandidaten kommt, wird weitgehend hinter verschlossenen Türen besprochen. Gibt es unter den fünf Vetomächten und permanenten Sicherheitsratsmitgliedern keine Einigung, wird in anonymen Probeabstimmungen eine Person eruiert.

Seger forderte, dass die Generalversammlung bei der Prüfung möglicher Kandidaten mehr miteinbezogen werden müsse. «Ein solches Begehren ist angebracht, weil der Generalsekretär alle UNO-Mitglieder vertritt», sagte der Botschafter vor dem Rat.

Die Schweiz sprach vor dem Sicherheitsrat stellvertretend für die Gruppe ACT, in der 23 Staaten bessere Arbeitsmethoden vom Sicherheitsrat verlangen. Sie setzen sich zudem dafür ein, dass im Falle von Menschenrechtsverbrechen und Genozid kein Veto im Sicherheitsrat angewandt werden darf. Der Rat soll im Weiteren seine präventive Rolle stärken.

Erste Generalsekretärin?

Die ersten Namen möglicher Nachfolger Bans kursieren an der UNO bereits. So gilt die ehemalige Premierministerin von Neuseeland, Helen Clark, als starke Kandidatin. Um den Posten der ersten Generalsekretärin in der Geschichte der UNO bewirbt sich aber auch Irina Bokova aus Bulgarien.

Dem Vernehmen nach sind auch der serbische Politiker Vuk Jeremic, der slowakische Diplomat Jan Kubis und der ehemalige slowenische Präsident Danilo Türk im Rennen.

SDA/thu

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