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Schwarze Kriminalität

Der Anteil von Afroamerikanern, die wegen schwerer Verbrechen im Gefängnis sitzen, ist gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil viel höher als derjenige aller anderen ethnischen Gruppen. Daran sind nicht rassistische Polizisten oder Richter schuld. Ein Kommentar.

Missverstanden: Die Polizeikräfte in den USA setzen nicht selten Gesundheit und Leben aufs Spiel, um Ordnung zu halten. Wird einer von ihnen tatsächlich verletzt oder getötet, berichtet niemand darüber.
Missverstanden: Die Polizeikräfte in den USA setzen nicht selten Gesundheit und Leben aufs Spiel, um Ordnung zu halten. Wird einer von ihnen tatsächlich verletzt oder getötet, berichtet niemand darüber.
Keystone

In den letzten Monaten gerieten gleich zwei ­amerikanische Städte wegen sogenannter ­Rassenunruhen in die internationalen ­Schlagzeilen. In Ferguson und in Baltimore ­plünderten Afroamerikaner Geschäfte, setzten Autos in Brand und verwandelten ganze Quartiere in bürgerkriegsähnliche Zonen. In beiden Fällen war im Vorfeld ein junger Schwarzer durch ­polizeiliche Gewalt ums Leben gekommen. Für die afroamerikanische Community, aber auch für die linksliberalen Medien und ohnehin für die europäischen Kommentatoren stand das Urteil von vornherein fest: Michael Brown (18) und Freddie Gray (25) sind getötet worden, weil sie schwarz waren. Sie seien Opfer einer rassistischen Polizei, die mit Vorliebe Schwarze und Farbige kontrolliere, schikaniere und ohne Hemmungen von der Waffe Gebrauch mache, sobald sich eine Gelegenheit dazu ergibt. Die Polizei wiederum sei ein Abbild der amerikanischen Gesellschaft, die im Grunde immer noch zutiefst rassistisch ist, trotz schwarzem Präsidenten, schwarzem ­Justizminister, schwarzer nationaler ­Sicherheitsberaterin.

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