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Schwangere sollen Reisen nach Lateinamerika meiden

Gesundheitsbehörden warnen vor dem Zika-Virus. Die von Mücken übertragene Krankheit kann zu Geburtsfehlern führen.

Schädelfehlbildung: In der brasilianischen Stadt Santa Cruz do Capibaribe trägt eine Mutter ihr Kind, bei dem das Zika-Virus diagnostiziert wurde. (22. Dezember 2015)
Schädelfehlbildung: In der brasilianischen Stadt Santa Cruz do Capibaribe trägt eine Mutter ihr Kind, bei dem das Zika-Virus diagnostiziert wurde. (22. Dezember 2015)
Felipe Dana, Keystone

Wegen einer Tropenkrankheit haben die Gesundheitsbehörden schwangeren Frauen von Reisen nach Lateinamerika und in die Karibik abgeraten. Das von Mücken übertragene Zika-Virus könne zu Geburtsfehlern führen, warnten Vertreter der Seuchenkontrollbehörde CDC am Freitag. Frauen, die Kinder erwarteten, sollten von Reisen in insgesamt 14 Länder absehen. Dazu zählten Brasilien, Kolumbien, El Salvador, Französisch-Guayana, Guatemala, Haiti, Honduras, Martinique, Mexiko, Panama, Paraguay, Puerto Rico, Suriname und Venezuela.

Bei den meisten Menschen ruft das Virus lediglich eine milde Erkrankung mit Symptomen wie Fieber oder Hautausschlag hervor. In Brasilien gibt es jedoch vermehrt Anzeichen dafür, dass sich häufende Schädelfehlbildungen von Neugeborenen auf Zika zurückzuführen sind. 3500 solcher Geburtsfehler sollen bislang durch den Erreger ausgelöst worden sein. 2014 waren es weniger als 150. Erwiesen ist der vermutete Zusammenhang aber noch nicht. Haiti vermeldete am Freitag seine ersten fünf Zika-Fälle.

Vergleichbar mit Dengue-Fieber

Das Zika-Virus stammt aus dem tropischen Teil Afrikas, Südostasiens und karibischer Inseln. Es ist vergleichbar mit dem Dengue-Virus und wird mit der seltenen Geburtserkrankung Mikrozephalie in Verbindung gebracht. Dabei kommen Kinder mit fehlgebildeten, kleineren Köpfen zur Welt.

SDA/chi

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