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Rund-um-die-Uhr-Bewachung für Obamas Grossmutter

Die 89-Jährige wird in ihrem Heimatdorf in Kenia rund um die Uhr überwacht. In Pakistan lassen die USA ihren enttarnten CIA-Spion entgegen sonstigen Gepflogenheiten im Land weiterarbeiten.

Muss gemäss kenianischen Sicherheitsbehörden Vergeltungsanschläge befürchten: Barack Obamas Grossmutter Sarah - auf dem Bild der Präsident bei einem Besuch im Jahr 2006.
Muss gemäss kenianischen Sicherheitsbehörden Vergeltungsanschläge befürchten: Barack Obamas Grossmutter Sarah - auf dem Bild der Präsident bei einem Besuch im Jahr 2006.
Keystone

US-Präsident Barack Obamas Grossmutter hat nach dem Tod von Terroristenführer Osama Bin Laden Spezialschutz erhalten. Aus Sorge um die Sicherheit haben die kenianischen Sicherheitsbehörden eine Rund-um-die-Uhr-Bewachung für die 89-Jährige in ihrem Heimatdorf Kogelo in Westkenia angeordnet.

Sie befürchten, Sarah Obama könnte Ziel eines Vergeltungsanschlags werden. Wie die Zeitung «The Standard» berichtete, müssen sich die zahlreichen Besucher nun unter anderem beim örtlichen Polizeichef einer Sicherheitsprüfung unterziehen.

US-Soldaten auf Kämpfe vorbereitet

Inzwischen sind auch neue Details zum Einsatz gegen Osama Bin Laden bekannt geworden. Wie die «New York Times» unter Berufung auf namentlich nicht genannte Vertreter berichtete, waren die US-Spezialkräfte bei ihrem vor Islamabad geheim gehaltenen Einsatz vor einer Woche auch auf mögliche Kämpfe gegen pakistanische Soldaten eingestellt. Obama hatte demnach in den Vorbereitungen angeordnet, dass die US-Einheit gross genug sein müsse, um sich im Ernstfall freikämpfen zu können. Der Präsident habe sich «nicht auf sein Glück verlassen wollen».

Der US-Einsatz hatte zu schweren Verwerfungen zwischen Washington und Islamabad geführt. Die einseitige Aktion hatte die pakistanische Führung blossgestellt, die zuvor immer wieder behauptet hatte, Bin Laden halte sich nicht im Land auf. Während die USA vermuten, das Versteck des Führers könne auch von offiziellen Stellen gedeckt worden sein, wies die pakistanische Regierung den Vorwurf der Komplizenschaft zurück.

Verstimmung wegen Drohnenangriffen

Die Beziehungen zwischen beiden Ländern waren ohnehin durch die US-Drohnenangriffe in Pakistan belastet. Nach pakistanischen Angaben waren unbemannte Drohnen am Dienstag erneut im Einsatz. Durch zwei von ihnen abgefeuerte Raketen seien in der nordwestlichen Region Süd-Waziristan vier Islamisten getötet worden, sagte ein Armee-Vertreter. Die Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan gelten als Rückzugsort für radikalislamische Kämpfer.

Entgegen sonstigen Gepflogenheiten soll der inmitten der Spannungen offenbar enttarnte CIA-Chef in Pakistan weiter in dem Land arbeiten. «Es gibt derzeit keine Pläne, den CIA-Chef aus Pakistan abzuziehen», sagte ein US-Vertreter. Es blieb allerdings weiter unklar, ob der in der pakistanischen Presse genannte Name richtig ist. US-Vertreter vermuten, die mutmassliche Enttarnung ziele darauf ab, die Arbeit des US-Geheimdienstes in Pakistan zu torpedieren.

Videos sind laut Extremisten gefälscht

Unterdessen warf eine islamistische Internetseite den USA vor, das Video des vor einem Fernseher sitzenden Bin Laden gefälscht zu haben. «Vorsicht, Amerika lügt», erklärte die Website Schumuch el Islam in einem eigenen Video. Darin stellte sie das von den USA verbreitete Bild, das Bin Laden mit grauem Bart in eine Decke gehüllt zeigt, neben ein Foto, das den Terrorchef ebenfalls von der Seite zeigen soll. Verwiesen wird dabei auf Unterschiede in seiner Erscheinung, insbesondere zwischen den Ohren und Augen.

SDA/miw

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