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Putin-Sprecher bestätigt Kontakt zu Trumps Ex-Anwalt

Einem Kremlsprecher zufolge hatte ein Vertrauter von Donald Trump mit Moskau telefoniert. Es sei darum gegangen, «ein Trump-Haus zu bauen».

«irgendwo in Russland» wollte Donald Trump ein Gebäude bauen. Das Geschäft war «sehr legal und sehr cool», schrieb der US-Präsident am Freitag auf Twitter. Der Trump Tower in New York. (Archivbild) Bild: Kena Betancur/AFP
«irgendwo in Russland» wollte Donald Trump ein Gebäude bauen. Das Geschäft war «sehr legal und sehr cool», schrieb der US-Präsident am Freitag auf Twitter. Der Trump Tower in New York. (Archivbild) Bild: Kena Betancur/AFP

Kremlsprecher Dmitri Peskov hat einen Kontakt seines Stabs zu einem Vertrauten von US-Präsident Donald Trump bestätigt. Es seien per Mail Anfragen eingegangen, bei einem Investitionsprojekt zu helfen, sagte Peskov am Freitagabend am Rand des G20-Gipfels in Buenos Aires.

Soweit er sich erinnere, sei es darum gegangen, «ein Trump-Haus zu bauen», sagte er der Agentur Interfax zufolge. Wann der Kontakt genau war, blieb zunächst unklar.

Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen hatte am Donnerstag vor Gericht in New York eine Lüge zugegeben. Er habe die Pläne für einen Trump-Tower in Moskau nicht im Januar 2016 abgebrochen, sondern noch bis Juni vorangetrieben. Um diese Zeit stand die Nominierung des Unternehmers als republikanischer Präsidentschaftskandidat schon so gut wie fest.

Darstellungen «weit von Realität entfernt»

Cohen ist eine Schlüsselfigur für US-Sonderermittler Robert Mueller. Dieser durchleuchtet die Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland, um mögliche Absprachen aufzudecken.

Nach Cohens Angaben gab es ein Telefonat mit einer Assistentin von Peskov. Das bestätigte der Sprecher von Kremlchef Wladimir Putin: Eine englischsprachige Mitarbeiterin habe Cohen zurückgerufen und wegen der Investition an das Internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg verwiesen. «Sie haben nur wenige Minuten gesprochen.»

Im übrigen seien die in den USA diskutierten Darstellungen des Vorgangs «weit von der Realität entfernt», sagte Peskov. «Cohens Beichte» vor Gericht müsse eher ein Geistlicher beurteilen, «und der bin ich nicht».

(SDA)

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