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Puritanischer Amerikaner gegen unbeherrschten Franzosen

Warum wird Dominique Strauss-Kahn in New York dermassen vorgeführt? Ein Kenner der amerikanischen Kultur und der US-Justiz gibt überraschende Antworten und ortet einen Kampf der Kulturen.

Ein Bild spricht für sich: Dominique Strauss-Kahn wartet im Gerichtssaal auf den Entscheid der Richterin über eine Entlassung aus der U-Haft.
Ein Bild spricht für sich: Dominique Strauss-Kahn wartet im Gerichtssaal auf den Entscheid der Richterin über eine Entlassung aus der U-Haft.
Reuters

Unrasiert, in Freizeitjacke gekleidet, getrübte Miene, gesenkter Kopf: Da steht der Noch-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn, gut 24 Stunden nachdem er von Polizeibeamten aus dem Flugzeug gezerrt wurde, vor der Haftrichterin in New York. Vor laufender Kamera liest der Staatsanwalt die Vorwürfe vor: Krimineller sexueller Akt, versuchte Vergewaltigung und sexuelle Nötigung heisst es darin unter anderem. Strauss-Kahn zeigt keine Regung. Eine Million Dollar bietet sein Anwalt für eine Haftbefreiung. «No», heisst es von Seiten der Justiz. Begründung: Fluchtgefahr. Der Beschuldigte wird in die Haftanstalt Rikers Island verfrachtet. Auf einer Insel mit 14'000 anderen Sträflingen.

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