Zum Hauptinhalt springen

«Profunde Doppelmoral»

Normalerweise wird die Weitergabe von Geheiminformationen an Medien in den USA drakonisch bestraft. Ex-General David Petraeus kommt jedoch trotz Geheimnisverrats glimpflich davon.

Kontroverses Urteil: Der Star-General und ehemalige CIA-Direktor, David Petraeus, während seiner Anhörung vor dem «Senate Intelligence Committee». (23. Juni 2011)
Kontroverses Urteil: Der Star-General und ehemalige CIA-Direktor, David Petraeus, während seiner Anhörung vor dem «Senate Intelligence Committee». (23. Juni 2011)
Lucy Nicholson, Reuters

Wie keine andere amerikanische Regierung hat die Obama-Administration die Weitergabe von Geheiminformationen und Verschlusssachen an Medien strafrechtlich verfolgt. Unbarmherzig hagelte es in den vergangenen Jahren teils hohe Haftstrafen für Regierungsmitarbeiter, die Journalisten mit vertraulichen Informationen versorgten. Die Ex-Gefreite Chelsea Manning sitzt dafür ebenso ein wie der Pentagon-Mitarbeiter Stephen Kim, der Informationen über Nordkoreas Atomprogramm weitergab, oder der frühere CIA-Mann John Kiriakou. Ein Gericht verurteilte ihn 2010 zu zwei Jahren Haft, weil er den Namen eines CIA-Folterers preisgegeben hatte.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.