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Opposition protestiert gegen Maduro

In Venezuela wurde der Sozialist Nicolás Maduro offiziell zum gewählten Präsidenten erklärt. Derweil gingen in Caracas tausende Demonstranten auf die Strasse. Sie sind mit dem Wahlausgang nicht einverstanden.

Wollen das Wahlergebnis nicht akzeptieren: Anhänger von Henrique Capriles gehen in Caracas auf die Strassen. (15. April 2013)
Wollen das Wahlergebnis nicht akzeptieren: Anhänger von Henrique Capriles gehen in Caracas auf die Strassen. (15. April 2013)
Reuters

Begleitet von massiven Protesten der Opposition hat der Nationale Wahlrat (CNE) in Venezuela den Sozialisten Nicolás Maduro zum gewählten Präsidenten des Landes erklärt. CNE-Präsidentin Tibisay Lucena überreichte dem 50-Jährigen am Montag eine entsprechende Urkunde.

Maduro habe bei der Wahl am Sonntag 50,75 Prozent der Stimmen erhalten, Oppositionskandidat Henrique Capriles habe 48,97 Prozent erreicht. Der Vorsprung von Maduro betrug damit weniger als 300'000 Stimmen. Er soll am Freitag als Nachfolger des vor rund sechs Wochen verstorbenen Staatschefs Hugo Chávez vereidigt werden.

Capriles hatte eine Neuauszählung der Stimmen verlangt und vor der Vereidigung eines «unrechtmässigen Präsidenten» gewarnt. Es habe 3200 «Zwischenfälle» während der Wahl gegeben, die untersucht werden müssten, erklärte Capriles.

In der venezolanischen Hauptstadt Caracas sind mehrere Tausend Menschen gegen die Ausrufung von Nicolás Maduro zum neuen Präsidenten auf die Strasse gegangen. Sie riefen «Betrug», schlugen auf Töpfe und verbrannten Müllsäcke. An einer Stelle setzte die Polizei Tränengas ein, um Teilnehmer des Protests auseinander zu treiben.

«Wir sind hier, weil sie unsere Stimmen gestohlen haben. Sie haben uns betrogen», sagte die 60-jährige Selma Orjuela. Sie sei überzeugt, dass in Wirklichkeit Oppositionskandidat Henrique Capriles die Wahl gewonnen habe.

sda/AFP/chk

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