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Opposition fordert Klarheit über Chávez' Gesundheitszustand

Venezuelas Präsident liegt wegen einer erneut akuten Krebserkrankung in einem Krankenhaus in Kuba. Die Meldungen über seinen Zustand sind widersprüchlich. Die Opposition will nun Antworten von der Regierung.

Grosse Unsicherheit: Eine Frau hält ein Bild von Hugo Chávez während eines Gottesdienstes zu Ehren des Präsidenten. (31. Dezember 2012)
Grosse Unsicherheit: Eine Frau hält ein Bild von Hugo Chávez während eines Gottesdienstes zu Ehren des Präsidenten. (31. Dezember 2012)
Keystone

Die Opposition in Venezuela hat von der Regierung Klarheit über den Gesundheitszustand von Präsident Hugo Chávez gefordert. «Es ist unerlässlich, dass die Regierung die Wahrheit sagt», erklärte der Generalsekretär des oppositionellen Bündnisses Tisch der Demokratischen Einheit (MUD), Ramón Guillermo Aveledo, am Mittwoch. Die Regierung müsse in ihrem Handeln Vertrauen schaffen.

Chávez liegt seit drei Wochen wegen einer erneut akuten Krebserkrankung in einem Krankenhaus in Kuba. Die Regierung hatte am Dienstag von einem «komplexen postoperativen Zustand» des Präsidenten gesprochen. Manchmal gebe es leichte Besserungen in seinem Gesundheitszustand, dann wieder «stagnierende Situationen», sagte Chávez' Stellvertreter und designierter Nachfolger Nicolás Maduro. Er wandte sich dabei gegen Gerüchte und «Lügen» über eine angebliche Verschlechterung von Chávez' Gesundheitszustand.

Über den Zustand von Chávez kursierten in den vergangenen Tagen widersprüchliche Informationen. «Stabil», «nicht frei von Risiken», «heikel» oder «komplex» wird sein Zustand von verschiedenen Seiten umschrieben. Bei vielen Venezolanern sorgen die widersprüchlichen Regierungsangaben über den Zustand ihres Präsidenten Chávez für Nervosität.

Vereidigung am 10. Januar

Der Linksnationalist Chávez steht seit 1999 an der Spitze des ölreichen südamerikanischen Landes, im Oktober wurde er für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Am 10. Januar soll er vereidigt werden, doch könnte der Termin wegen seines schlechten Gesundheitszustands verschoben werden.

Die Verfassung sieht eigentlich vor, dass innerhalb von 30 Tagen Neuwahlen stattfinden, sollte der Präsident vor seiner Vereidigung ausfallen oder sterben. Maduro und Parlamentspräsident Diosdado Cabello erklärten, dass Chávez auch später vereidigt werden könnte. Cabello sagte zudem, er werde nicht, wie in der Verfassung vorgesehen, Chávez im Fall seiner Verhinderung vertreten.

AFP/kpn

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