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Obama liegt wieder vorne

Präsidentschaftskandidat Barack Obama hat den wochenlangen Rückstand auf seinen Rivalen John McCain aufgeholt. Laut einer Umfrage erreicht er sogar einen kleinen Vorsprung.

Der Moment der Stimmabgabe: Barack und Michelle Obama in ihrer Heimatstadt Chicago.
Der Moment der Stimmabgabe: Barack und Michelle Obama in ihrer Heimatstadt Chicago.
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Die haushohe Favoritin Hillary Clinton hatte das Nachsehen. Obama hängte sie im Vorwahlkampf nach und nach ab.
Die haushohe Favoritin Hillary Clinton hatte das Nachsehen. Obama hängte sie im Vorwahlkampf nach und nach ab.
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Barack Obama wurde in Honolulu geboren. Seine Mutter Stanley Ann Dunham war eine weisse Amerikanerin aus Wichita, der Vater Barack Obama Senior stammte aus Kenia. Die Eltern lernten sich als Studenten an der Uni von Hawaii in Manoa kennen.
Barack Obama wurde in Honolulu geboren. Seine Mutter Stanley Ann Dunham war eine weisse Amerikanerin aus Wichita, der Vater Barack Obama Senior stammte aus Kenia. Die Eltern lernten sich als Studenten an der Uni von Hawaii in Manoa kennen.
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Für Obama sprechen sich in der Befragung für Reuters/Zogby 47 Prozent aus, für McCain 45 Prozent. Der Abstand von zwei Prozentpunkten liegt im Bereich der statistischen Fehlerquote.

Im August hatte McCain noch mit 5 Prozentpunkten geführt. Obama hat inzwischen aber sowohl bei nicht parteigebundenen Wählern, als auch bei Frauen, Katholiken, älteren Menschen und der ländlichen Bevölkerung zugelegt.

Palin polarisiert

Den Ergebnissen zufolge hat der aufsehenerregende Einstieg von McCains Vize-Kandidatin Sarah Palin in den Wahlkampf beiden Lagern genutzt: «In den vergangenen Wochen ging es nur um Palin und an ihr scheiden sich die Geister», sagte Zogby. «Sie hat die Basis beider Kandidaten gestärkt.»

Fast ein Drittel der Befragten sagte, Palin sei für sie ein Grund, ihre Stimme McCain zu geben. Für fast ein Viertel war Palin dagegen ein Argument gegen McCain. Obamas Vize-Kandidat Joe Biden hat offenbar einen geringeren Einfluss auf die Stimmabgabe der Wähler. 23 Prozent sagten, Biden bestärke sie in ihrer Entscheidung für Obama. 16 Prozent sagten das Gegenteil.

Frauengruppen hinter Obama

Einflussreiche US-Frauengruppen riefen unterdessen zur Wahl Obamas zum US-Präsidenten auf. Die Vorsitzende der Nationalen Frauenorganisation NOW, Kim Gandy, gab am Dienstag (Ortszeit) ihre Unterstützung für den demokratischen Kandidaten bekannt.

Es sei zwar «sehr ungewöhnlich», dass sich die Frauenbewegung vor der Präsidentenwahl für einen Kandidaten ausspreche, sagte Gandy bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit weiteren US-Frauengruppen.

Obama sei jedoch ein «noch nie da gewesener Kandidat» in einer «noch nie da gewesenen Zeit für unser Land». Obama sage seit mehr als zehn Jahren «Ja» zu Frauenrechten, «während John McCain immer wieder Nein gesagt hat».

Dem republikanischen Kandidaten warfen die Frauen vor, weibliche Wähler mit der Nominierung von Sarah Palin als Vize-Kandidatin «ködern» zu wollen.

Wirtschaft wichtiges Thema

Für die Hälfte der Befragten ist die Wirtschaft das wichtigste Thema dieser Wahl. In dieser Frage liegt McCain leicht vor Obama. 47 Prozent trauten dem Republikaner mehr Kompetenz zu, 45 Prozent dem Demokraten.

Unterdessen weist die Presse aber auf Widersprüche in McCains Aussagen hin. Am Montag, als sich unter der Wall Street der Boden auftat, verkündete dieser abermals, die US-Wirtschaft sei im Grunde «stark». Stunden Später ruderte der 72-Jährige zurück, beklagte die «totale Krise» und die «Gier», die gleichermassen in Brokerhäusern wie in Washington regiere.

Ganz unrepublikanisch präsentiert sich der Senator aus Arizona seither als flammender Bannerträger der Finanzmarkt-Regulierung, der die «Wall Street zur Verantwortung zieht».

Genüsslich listete die «Washington Post» am Mittwoch, 48 Tage vor der Präsidentschaftswahl, all die Gesetzesinitiativen auf, in denen McCain sich für das genaue Gegenteil stark machte.

SDA/bru

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