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Obama hörte lieber anderen zu

Der zurückgetretene US-Verteidigungsminister Chuck Hagel war nie ein Vertrauter des Präsidenten. Und er schuf sich eine mächtige Gegnerin im Weissen Haus.

Wegen seiner Zurückhaltung gewählt, aber nun auch abgesetzt: Chuck Hagel. (24. November 2014)
Wegen seiner Zurückhaltung gewählt, aber nun auch abgesetzt: Chuck Hagel. (24. November 2014)
AP Photo/Susan Walsh
Beim Ersatz von Hagel steuert Obama auf einen Machtkampf mit dem Senat zu: Der scheidende Verteidigungsminister mit dem US-Präsidenten vor den Medien. (24. November 2014)
Beim Ersatz von Hagel steuert Obama auf einen Machtkampf mit dem Senat zu: Der scheidende Verteidigungsminister mit dem US-Präsidenten vor den Medien. (24. November 2014)
Larry Downing, Reuters
Über einen Rücktritt war bereits spekuliert worden: Hagel vor Soldaten in Kalifornien. (16. November 2014)
Über einen Rücktritt war bereits spekuliert worden: Hagel vor Soldaten in Kalifornien. (16. November 2014)
AP Photo/The Vacaville Reporter, David Pardo
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Im Rampenlicht stand er nie. Auch ist Chuck Hagel nicht als Mann grosser Worte bekannt. Als Barack Obamas Verteidigungsminister sollte der einzige Republikaner im Kabinett des demokratischen Präsidenten den US-Abzug aus Afghanistan steuern und die Kürzungen im Haushalt des Pentagons umsetzen.

Heute aber trat Hagel überraschend vom Amt zurück, nicht so sehr aus eigenem Antrieb, sondern auf Wunsch des Präsidenten. «Ich stehe nicht morgens auf und mache mir Sorgen um meinen Job», hatte er noch vergangenen Woche in einem Fernsehinterview gesagt. Tatsächlich gelang es Hagel nie, in den Kreis der Vertrauten des Präsidenten vorzustossen. Statt seinem Verteidigungsminister zuzuhören, verliess sich der Präsident lieber auf den Rat des Generalstabsvorsitzenden Martin Dempsey. Hagel blieb bei Sitzungen des Nationalen Sicherheitsrates in Anwesenheit des Präsidenten oft still, das Reden übernahmen andere: Aussenminister John Kerry sowie Obamas Sicherheitsberaterin Susan Rice.

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