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Mitt Romney gewinnt auch in Washington

Der republikanische Präsidentschaftskandidat baut seinen Vorsprung weiter aus: Zum siebten Mal gewinnt er eine Vorwahl. Seine Konkurrenten liegen weit abgeschlagen hinter ihm.

Der Favorit: Mitt Romney wird in Ohio beglückwünscht. (3. März 2012)
Der Favorit: Mitt Romney wird in Ohio beglückwünscht. (3. März 2012)
AFP

Mitt Romney geht im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner mit kräftigen Rückenwind in den Mega-Wahltag «Super Tuesday». Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts gewann am Samstag mit deutlichem Vorsprung die Vorwahl im US-Staat Washington.

Romney kam nach Angaben der republikanischen Partei auf 37,6 Prozent der Stimmen. Den zweiten Platz in Washington sicherte sich der radikal-liberale Politik-Veteran Ron Paul mit 24,8 Prozent. Romneys stärkster Rivale Rick Santorum kam auf 23,8 Prozent.

Der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, landete mit 10,3 Prozent abgeschlagen auf dem vierten und letzten Platz. Die Verteilung der 43 Delegiertenstimmen aus Washington wird erst auf einem Parteitag Ende Mai endgültig festgelegt.

Der Erfolg in Washington ist der siebte Vorwahl-Sieg für Romney. Am Mittwoch war der Finanzinvestor zum Gewinner einer nicht bindenden Abstimmung in Wyoming erklärt worden, am Dienstag hatte er die Vorwahlen in Arizona und Michigan für sich entschieden, was als Befreiungsschlag für den zuletzt hart von Santorum bedrängten Favoriten galt.

Romney will «Hindernis Regierung» beseitigen

Der frühere Gouverneur stösst vor allem bei der religiös- konservativ Basis auf Vorbehalte. Diese Wähler bevorzugen Santorum, der bislang Vorwahlen in vier Bundesstaaten gewinnen konnte.

Nach seinem Sieg in Washington erklärte Romney, die Wähler wollten «keinen Washington-Insider im Weissen Haus». Sie wollten einen konservativen Geschäftsmann, der die Privatwirtschaft verstehe und wisse, wie das Hindernis Regierung aus dem Weg zu räumen sei, damit die Wirtschaft wieder stark wachsen könne.

Wichtiger Sieg vor dem «Super Tuesday»

Mit seinem Sieg in Washington setzte Romney sich eine Woche vor dem «Super Tuesday» mit Vorwahlen in zehn Bundesstaaten erstmals deutlich vom übrigen Kandidatenfeld ab. Am 6. März wird in Alaska, Georgia, Idaho, Massachusetts, North Dakota, Ohio, Oklahoma, Vermont, Virginia und Tennessee gewählt.

Nach einem von der Polit-Webseite realclearpolitics.com ermittelten Durchschnitt aktueller Umfragen liegt Romney in der Kandidaten-Kür der Republikaner klar in Führung. Der Ex-Gouverneur kommt demnach auf knapp 37 Prozent, Santorum mit deutlichem Abstand auf rund 27 Prozent. Weit dahinter folgen Gingrich und Paul.

Harter Kampf in Ohio

Die wichtigsten Vorwahlen stehen in Georgia, Ohio und Tennessee an, die wegen ihrer grossen Bevölkerung viele der Delegierten für den Nominierungsparteitag Ende August vergeben dürfen.

Hart umkämpft ist zwischen Romney und Santorum Ohio, ein sogenannter «Swing State» mit wechselnden Mehrheiten für Demokraten und Republikanern. Wer die republikanischen Anhänger hier nicht mobilisieren kann, dürfte gegen Obama grosse Probleme haben. Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Vorwahl in Massachusetts, wo Romney von 2003 bis 2007 Gouverneur war.

Enges Rennen

Um zum republikanischen Kandidaten gekürt zu werden, müssen Bewerber mindestens 1144 Delegierte hinter sich bringen. Weil alle vier Bewerber deutlich machten, bis zum Nominierungsparteitag in Tampa im Rennen bleiben zu wollen, wäre es auch möglich, dass am Ende niemand die erforderliche Mehrheit an Wahlmännern erreicht. In diesem Fall müsste die Parteiführung die Kandidatenfrage dann hinter den Kulissen aushandeln.

SDA/kle

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