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Mit Zitronensaft gegen Tränengas

Die chilenische Jugend hat immer wieder protestiert. Jetzt aber reichte ein winziger Anlass für einen gewaltigen Aufstand.

Schüler, junge Menschen lösten die Proteste in Chile aus, doch bald schlossen sich auch «ganz normale Leute» dem Aufstand an. Foto: Ivan Alvarado (Reuters)
Schüler, junge Menschen lösten die Proteste in Chile aus, doch bald schlossen sich auch «ganz normale Leute» dem Aufstand an. Foto: Ivan Alvarado (Reuters)

Zwischen Heften, Büchern und Stiften hat Enzo Magüida in seinem Schulrucksack auch immer eine Zitrone und etwas Natron. Zur Sicherheit, man weiss ja nie, wann die Polizei das nächste Mal die Schule stürmt. Wenn die Beamten in Kampfanzügen durch die Gänge rennen und das Tränengas das Treppenhaus hochzieht, presst Magüida den Saft der Zitrone auf ein Taschentuch und rührt das Natron in etwas Wasser. «Das Kratzen im Hals kriegt man damit nicht weg», sagt er, «dafür aber die Tränen aus den Augen.» Das ist wichtig, weil man so schneller rennen kann.

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