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Ministerkandidat hält geheime Anti-Terror-Pläne in die Kamera

Kris Kobach will US-Heimatschutzminister werden. Beim Treffen mit Donald Trump unterlief ihm aber ein grober Patzer.

Möglicher Heimatschutzminister? Kris Kobach trifft Donald Trump zu vertraulichen Gesprächen. (20. November 2016)
Möglicher Heimatschutzminister? Kris Kobach trifft Donald Trump zu vertraulichen Gesprächen. (20. November 2016)
Keystone
Beim Fototermin mit dem künftigen Präsidenten hält Kobach wohl versehentlich ein Dokument in die Kamera.
Beim Fototermin mit dem künftigen Präsidenten hält Kobach wohl versehentlich ein Dokument in die Kamera.
AFP
«Kobachs Strategischer Plan für die ersten 365 Tage» lautet der Titel auf dem Papier.
«Kobachs Strategischer Plan für die ersten 365 Tage» lautet der Titel auf dem Papier.
Keystone
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Der künftige US-Präsident Donald Trump stellt derzeit seine Regierungsmannschaft zusammen. So wird Kris Kobach als möglicher Heimatschutzminister gehandelt. Am Wochenende traf er sich mit Trump zu Gesprächen. Vertraulichen Gesprächen. Die Details sollten geheimbleiben, wie Trumps Team zuvor bekannt gab.

Doch beim Fototermin nahm es Kobach nicht so genau mit der Vertraulichkeit. Die Bilder zeigen den amtierenden Secretary of State von Kansas mit Trump lächelnd vor dessen Golfclub – mit Dokumenten unter dem Arm. Es sind Pläne zur Inneren Sicherheit, die er den Fotografen wohl unfreiwillig, aber gut sichtbar, präsentierte.

Mauer zu Mexiko «sehr schnell» errichten

Das Papier trägt den Titel «Kobachs strategischer Plan für die ersten 365 Tage». Das Magazin «Politico» hat entziffert, dass Kobach potenziellen Terroristen die Einreise in die USA verwehren will. «Alle Ausländer aus hochriskanten Regionen werden verfolgt», heisst es. Demnach will Kobach das Registrierungssystem, das bereits von 2002 bis 2011 im «Krieg gegen den Terror» in Kraft war, wieder einführen.

Weiter will Kobach die Mauer zu Mexiko «sehr schnell» errichten lassen, «im ersten Jahr eine Rekordzahl krimineller Ausländer abschieben» und keine syrischen Flüchtlinge mehr in die USA aufnehmen.

«Einige tolle Treffen»

Ob Kobach Trump mit seinem Plänen überzeugen konnte, ist nicht bekannt. Der künftige Präsident lässt nach Sichtung mehrerer möglicher Ministerkandidaten mit Bekanntgaben noch auf sich warten. Es gebe «einige wirklich wunderbare Leute, die für das Land arbeiten» wollten, sagte Trump am Sonntagabend lediglich. «Wir hatten einige tolle Treffen. Ihr werdet bald davon hören.»

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