Zum Hauptinhalt springen

Mexikos arg gemischte Drogenbilanz

Tausende Mordopfer, eine ganze Stadt in Panik, Gewerbler am Rande der Verzweiflung. Und doch ist die ökonomische Bilanz des Drogenhandels für Mexiko zwiespältig – denn die illegalen Geschäfte bringen Milliarden ins Land.

Der Tag wird als schwarzer Freitag in die Geschichte der mexikanischen Stadt Cuernavaca eingehen. Zunächst begann im Internet, vor allem über Facebook, eine Nachricht zu zirkulieren: «Wir sind Drogendealer, aber den Familien von Cuernavaca werden wir nie und nimmer etwas antun. Unser Chef hat uns vielmehr befohlen, unsere Rivalen zu töten, zu enthaupten und zu zerstückeln. Deshalb gilt heute ab 20 Uhr eine Ausgangssperre. Wir empfehlen allen, zu Hause zu bleiben, denn wir werden eine Operation lancieren und könnten euch verwechseln – dann habt ihr Pech gehabt.»

Da keine Verbrecherorganisation der Welt ihre kriminellen Pläne öffentlich ankündigt, war die Drohung als makabrer Internetscherz zu durchschauen. Und doch erwies sich ihre Wirkung als durchschlagend. Das Zentrum der 350'000 Einwohner zählenden Hauptstadt des Bundesstaates Morelos war das ganze Wochenende über ausgestorben.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.