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Mexiko schickt Soldaten in den Kampf gegen Drogenbanden

An der Grenze zu den USA werden weitere Soldaten und Bundespolizisten stationiert. Damit will die Regierung verhindern, dass sich Kartelle nach Festnahmen wichtiger Führer umgehend neu organisieren.

Mit schwerem Geschütz gegen Drogenkartelle: Mexikanische Soldaten präsentieren konfiszierte Waffen.
Mit schwerem Geschütz gegen Drogenkartelle: Mexikanische Soldaten präsentieren konfiszierte Waffen.
Keystone

Ziel der «Koordinierten Operation Nordost» sei es, die Staatsgewalt in einigen Gebieten in den Staaten Tamaulipas und Nuevo Leon zu verstärken und zu verhindern, dass sich die Kartelle nach der Festnahme wichtiger Führer neu organisierten, erklärte der Sprecher für die Sicherheitskräfte, Alejandro Poiré, am Mittwoch.

Zuvor hatte die Regierung bekannt gegeben, dass mit Unterstützung von Spezialkräften aus den USA ein weiterer Drogenboss gefasst werden konnte. Carlos Montemayor sei am Dienstag in Mexiko-Stadt gefasst worden. Er war Nachfolger des kurz zuvor festgenommenen Edgar «La Barbie» Valdez Villareal.

28'000 Tote seit dem Start der Regierungsoffensive

Valdez galt als einer der Top-Drogenschmuggler Mexikos und muss sich nun unter anderem wegen Drogenschmuggels, Entführung und Waffenbesitz vor Gericht verantworten. Der US-Bürger soll der Anführer einer Gruppe innerhalb des Beltrán-Leyva-Kartells gewesen sein. Nach seiner Verhaftung Ende August hatte den Erkenntnissen der Behörden zufolge Montemayor die Führung des Drogenkartells übernommen.

An der Grenze zwischen Mexiko und den USA liefern sich Drogenkartelle einen erbitterten Kampf um Schmuggelrouten. Seit Beginn einer Regierungsoffensive gegen den Rauschgifthandel im Dezember 2006 starben mehr als 28'000 Menschen. Die Regierung setzt im Kampf gegen die Drogenbanden zur Unterstützung der Polizei bereits mehr als 50'000 Soldaten ein.

SDA/pbe

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