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«Medien denken sich die Quellen aus»

US-Präsident Donald Trump griff an der republikanischen CPAC-Konferenz erneut die Medien an. Er bezichtigte sie, gezielt Falschnachrichten über seine Regierung zu verbreiten.

«Sie haben keine Quellen, sie denken sie sich aus»: Donald Trump spricht an der CPAC-Konferenz. (24. Februar 2017)
«Sie haben keine Quellen, sie denken sie sich aus»: Donald Trump spricht an der CPAC-Konferenz. (24. Februar 2017)
Keystone
«Ich bin gegen die Leute, die Geschichten erfinden und sich Quellen ausdenken», erklärte er.
«Ich bin gegen die Leute, die Geschichten erfinden und sich Quellen ausdenken», erklärte er.
Keystone
Die Rede war mit Spannung erwartet worden.
Die Rede war mit Spannung erwartet worden.
Keystone
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Fünf Wochen nach Amtsantritt hat US-Präsident Donald Trump erneut den nationalistischen Kern seiner Agenda herausgestrichen. «Ich repräsentiere nicht den Globus. Ich repräsentiere euer Land», sagte Trump am Freitag bei einen Auftritt vor dem konservativen Verband CPAC nahe Washington. Der US-Präsident versprach erneut, sich in der Handels-, Sicherheits- und Aussenpolitik rigoros für den Vorrang der US-Interessen einzusetzen.

Mit anderen Ländern zurechtzukommen, sei «sehr wichtig», sagte Trump. Doch so etwas wie eine «globale Hymne, eine globale Währung oder eine globale Flagge» gebe es nicht. Es gebe aber die «eine Loyalität, die uns alle vereinigt», und dies sei die Loyalität zu den Vereinigten Staaten. Trumps Rede wurde mehrfach von «USA, USA!»-Sprechchören unterbrochen.

Buhrufe ein Jahr zuvor

Der CPAC-Verband umfasst ein breites Spektrum von konservativen Gruppierungen. In diesem Jahr war bei der Versammlung der harte Kern der Trump-Anhängerschaft stark repräsentiert, wie sich an dem grossen Jubel für den Präsidenten und Mitglieder seiner Regierungsmannschaft, den «Trump, Trump»-Sprechchören und den vielen Mützen mit seinem Kampagnenslogan «Make America Great Again» (Macht Amerika wieder grossartig) zu ermessen war.

Früher war Trumps Verhältnis zu dem Verband hingegen eher kühl gewesen. So sagte der Immobilienmogul im vergangenen Jahr seine Teilnahme an der Versammlung mit dem Hinweis auf Wahlkampfverpflichtungen ab, im Jahr zuvor hatte es Buhrufe und Pfiffe für seinen Auftritt gegeben.

Angriff auf Medien

In seiner jetzigen Rede griff Trump viele seiner Lieblingsthemen aus dem Wahlkampf und den ersten Amtswochen auf. Er attackierte abermals länglich einen Grossteil der US-Medien, dem er vorwarf, gezielt Falschnachrichten über seine Regierung zu verbreiten und die er erneut als «Feinde des Volkes» beschimpfte.

Die Medien hätten für ihre Berichte «keine Quellen» und erfänden ihre Quellen, wenn es keine gebe, behauptete er. «Ich bin gegen die Leute, die Geschichten erfinden und sich Quellen ausdenken», erklärte er. «Es sollte ihnen nicht mehr erlaubt sein, Quellen zu benutzen, wenn sie nicht den Namen von jemandem nennen.»

Trump versprach auch erneut, «radikale islamische Terroristen» nicht ins Land zu halten. Er nannte Deutschland, Frankreich und Schweden als mahnende Beispiele für eine seiner Ansicht nach zu laxe Einreisepolitik.

SDA/chi

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