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«Mansch für Reiche» im Trump Grill

Eine Kritik über sein Restaurant Trump Grill im New Yorker Trump Tower bringt den neuen US-Präsidenten auf die Palme. Er schlägt auf Twitter zurück.

Das Magazin «Vanity Fair» hat kein gutes Wort übrig: Der Trump Grill im New Yorker Trump Tower. (15. Dezember 2016)
Das Magazin «Vanity Fair» hat kein gutes Wort übrig: Der Trump Grill im New Yorker Trump Tower. (15. Dezember 2016)
Jim Watson, AFP
«Die miserable Qualität des Essens sei ein alarmierendes Vorzeichen für die Trump-Präsidentschaft.» (15. Dezember 2016)
«Die miserable Qualität des Essens sei ein alarmierendes Vorzeichen für die Trump-Präsidentschaft.» (15. Dezember 2016)
Jim Watson, AFP
Donald Trump reagiert auf Twitter humorlos. (9. Dezember 2016)
Donald Trump reagiert auf Twitter humorlos. (9. Dezember 2016)
Drew Angerer/Getty Images, AFP
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Eine der neuesten Twitter-Attacken des designierten US-Präsidenten Donald Trump richtet sich gegen das Magazin «Vanity Fair». Ausgelöst wurde sie durch eine Restaurantkritik. Das Blatt hatte den Trump Grill im New Yorker Trump Tower verrissen, und die angeblich miserable Qualität des Essens als alarmierendes Vorzeichen für die Trump-Präsidentschaft gedeutet.

Der Immobilienmogul, der über Twitter schon eine breite Palette von Kritikern angegriffen hat, reagierte absolut humorfrei. Er forderte seine 17,3 Millionen Twitter-Follower am Donnerstag auf, sich die «wirklich schlechten» Geschäftszahlen von «Vanity Fair» anzusehen. «Den Bach herunter, grosse Probleme, tot», kommentierte er die wirtschaftliche Lage des Magazins.

Trump verband dies mit einer direkten Attacke gegen den Chefredakteur Graydon Carter: «Kein Talent, wird rausfliegen!», schrieb er über ihn. Trump und Carter verbindet eine lange Fehde. Carter hatte schon vor zweieinhalb Jahrzehnten, damals noch bei dem Satiremagazin «Spy», kritisch über Trump berichtet.

«Das schlechteste Restaurant Amerikas»

Die neueste Episode in diesem Dauerstreit wurde durch einen Artikel mit dem Titel «Trump Grill könnte das schlechteste Restaurant in Amerika sein» ausgelöst. In der Unterzeile hiess es über das Restaurant: «Und es sagt Ihnen alles über unseren nächsten Präsidenten, das sie wissen müssen.»

Die Autorin Tina Nguyen beschreibt das Mittagessen, das sie im Trump Grill zu sich nahm, als «Mansch für Reiche». Das servierte Steak sei zu durchgebraten gewesen, «eine hässliche Spur von blossem Fett lief mitten hindurch». Die ebenfalls zu durchgebratenen «hölzernen Knüppel» seien als «Fritten» dargeboten worden.

«Alarmzeichen»

Sobald sie nach Hause gekommen sei, habe sie sich zwei Mal die Zähne geputzt und im Bett zusammengerollt, «bis meine Übelkeit wegging», schrieb Nguyen. Ihr Restaurant-Erlebnis deutete sie als Alarmzeichen: Vielleicht zeige der Trump Grill, dass «Trump sich übernimmt und ein flacher, mittelmässiger Mann ist, der ein flaches, mittelmässiges Firmenimperium (und Restaurant) betreibt» und durch sein Scheitern als Präsident die Hoffnungen seiner Millionen von Unterstützer zerschmettern könnte.

Die Popularität des Trump Grill hat seit dem Wahlsieg Trumps zugenommen. Viele Touristen kehren dort in der Hoffnung ein, einen Blick auf den gewählten Präsidenten oder einen seiner Kandidaten für Regierungsposten erhaschen zu können.

SDA/chk

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