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«Maduro ist ein falscher Sozialist»

Herr über 15'000 Jesuiten – und ganz nahe beim Papst: Arturo Sosa, Generaloberer des Jesuitenordens. Foto: Dominique Meienberg

Vater General, Sie sagten neulich, es gebe eine Verschwörung gegen Papst Franziskus. Wer sind die Verschwörer, und was wollen sie?

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Aktuell steht die am 6. Oktober in Rom beginnende Amazonas-Synode im Fokus der Kritik: Traktandiert ist auch der Vorschlag, verheiratete Priester zuzulassen. Kommt es zum Schisma?

Die Amazonas-Synode missfällt dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro zutiefst. Also ist sie hochpolitisch?

Natürlich waren viele Jesuiten sehr gebildete, aus guten Familien stammende Intellektuelle. Sie haben aber häufig in Spitälern mit den Armen gelebt.

Arturo Sosa

Trotzdem nochmals zu den «verheirateten Priestern». Die werden im Vorbereitungsdokument der Synode angesichts des Priestermangels im Amazonas eigens erwähnt.

Sind Sie Befreiungstheologe?

Früher waren die Jesuiten an der Seite der Reichen und Mächtigen, heute an der Seite der Ausgeschlossenen und der Armen. Wie kam dieser Wandel?

War nicht das Zweite Vatikanische Konzil ein Wendepunkt?

Das Kapital hängt vom Besitzer des Öls ab, es sollte aber von den Arbeitern abhängen, von den Leuten, die produzieren.

Arturo Sosa

Sie sind wie Papst Franziskus eher links, wie er Jesuit und Lateinamerikaner. Sind Sie sein Berater?

Sie sind Venezolaner und Politologe. Wo sehen Sie die Ursachen für das Politikversagen in Ihrem Land?

Das höhlt die Politik aus?

So funktioniert der Sozialismus.

Heue sind wir 15'000 Jesuiten, in 20 Jahren werden es noch 12'000 sein.

Arturo Sosa

Sprechen Sie darum von einem notwendigen Systemwechsel?

Und Juan Guaido der Mann, der das bewerkstelligen kann?

Der Vatikan hatte den Schweizer Kirchendiplomaten Emil Paul Tscherrig betraut, zwischen Regierung und Opposition zu vermitteln.Was hat er erreicht?

Was tun die Jesuiten heute für die Flüchtlinge an der kolumbianischen Grenze?

Haben die Jesuiten überhaupt Zukunft? Der Nachwuchs ist spärlich.