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Maduro gibt USA Schuld an Chávez' Krebstod

Der Wunschkandidat des verstorbenen Hugo Chávez legte in Caracas den Amtseid ab. Nicolás Maduro schwor, die «Bolivarische Verfassung» zu verteidigen. Die Opposition boykottierte die Vereidigung.

Vereidigt: Nicolás Maduro ist bis zu den Neuwahlen der Präsident Venezuelas. (8. März 2013)
Vereidigt: Nicolás Maduro ist bis zu den Neuwahlen der Präsident Venezuelas. (8. März 2013)
Reuters
Wunschkandidat von Hugo Chávez: Der Interimspräsident Maduro erhebt nach der Vereidigung die rechte Faust. (8. März 2013)
Wunschkandidat von Hugo Chávez: Der Interimspräsident Maduro erhebt nach der Vereidigung die rechte Faust. (8. März 2013)
Reuters
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Der venezolanische Vizepräsident Nicolás Maduro ist als Interimspräsident des lateinamerikanischen Landes vereidigt worden. Maduro legte am Freitagabend in Caracas vor Parlamentspräsident Diosdado Cabello den Amtseid ab.

Er schwor «im Namen absoluter Loyalität zu Kommandant Hugo Chávez» die «Bolivarische Verfassung» Venezuelas zu verteidigen. Die von der Opposition boykottierte Zeremonie wurde im Fernsehen übertragen.

Maduro macht USA für Tod Chávez' verantwortlich

Maduro deutete an, dass die USA hinter der Krebserkrankung von Chávez stecken könnten. Der Krebs sei angesichts «der Geschwindigkeit seines Wachstums und aus anderen wissenschaftlichen Gründen, die zu ihrer Zeit bekannt sein werden, sehr merkwürdig».

Wie Chávez bezeichnete er die USA als «Imperium». «Wir sagen ihnen: Früher oder später werden die imperialistischen Eliten der Vereinigten Staaten lernen müssen, mit absolutem Respekt vor den aufständischen Völkern Lateinamerikas und der Karibik leben zu müssen», sagte Maduro.

Maduro forderte die Gefolgschaft der Streitkräfte ein, die er als «die Streitkräfte von Chávez» bezeichnete. Den Schwiegersohn des Verstorbenen, Wissenschaftsminister Jorge Arreaza, benannte er als Vizepräsidenten.

«Niemand hat Nicolás gewählt»

Der venezolanische Oppositionsführer Henrique Capriles hat die geplante Vereidigung von Nicolás Maduro zum Interimspräsidenten als «Verfassungsbetrug» bezeichnet. «Niemand hat Nicolás gewählt», sagte Capriles am Freitag in Caracas. Die Entscheidung des obersten Gerichts, dass Maduro bis zur Wahl als Übergangspräsident eingesetzt werden soll, sei «Missbrauch». Das Gericht hatte zuvor ein entsprechendes Urteil gefällt.

«Wovor hast du Angst, Nicolás?», sagte Capriles. «Wir befinden uns im Wettstreit, brauchst du die Staatsmacht, um zur Wahl anzutreten?», fragte der Gegenkandidat Maduros mit Blick auf die Präsidentschaftswahl, die binnen 30 Tagen stattfinden muss.

Laut Verfassung muss Maduro binnen 30 Tagen Neuwahlen ansetzen. Staatschef Hugo Chávez war am Dienstag einem Krebsleiden erlegen. Er hatte Venezuela 14 Jahre lang regiert und Maduro als Nachfolger benannt. Bei der Präsidentschaftswahl Anfang Oktober war Capriles Chávez unterlegen.

sda/AFP/dapd/chk

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