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Libyen ist am Ende

Aus «humanitären Gründen» griff die Nato 2011 in Libyen ein. Doch keiner der Träume für das Land hat sich erfüllt – im Gegenteil.

Nach dem Sturz Ghadhafis verloren die Nato-Staaten rasch das Interesse an Libyen – prompt brachen Chaos und bürgerkriegsähnliche Zustände aus.
Nach dem Sturz Ghadhafis verloren die Nato-Staaten rasch das Interesse an Libyen – prompt brachen Chaos und bürgerkriegsähnliche Zustände aus.
Maher Alawami, Keystone
Noch im Herbst 2011 liessen sich Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Grossbritanniens Premierminister David Cameron in Tripolis feiern. Sarkozy und Cameron befürworteten die Nato-Interventionen – anders als beispielsweise Deutschland.
Noch im Herbst 2011 liessen sich Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Grossbritanniens Premierminister David Cameron in Tripolis feiern. Sarkozy und Cameron befürworteten die Nato-Interventionen – anders als beispielsweise Deutschland.
Philippe Wojazer, Keystone
Mittlerweile haben der IS und andere jihadistische Gruppen Brückenköpfe gebildet. Libyens Sicherheitskräfte versammeln sich zur Sicherung der Hauptstadt Tripolis. (9. Februar 2015)
Mittlerweile haben der IS und andere jihadistische Gruppen Brückenköpfe gebildet. Libyens Sicherheitskräfte versammeln sich zur Sicherung der Hauptstadt Tripolis. (9. Februar 2015)
Keystone
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Das Land gleicht einer bröckelnden Ruine: Mindestens ein Viertel der Bevölkerung ist geflohen, und die Ölproduktion ist auf einen Bruchteil der früheren Förderung gefallen. Der IS und andere jihadistische Gruppen haben Brückenköpfe gebildet. Nichts funktioniert in Libyen vier Jahre nach dem Sturz von Muammar al-Ghadhafi. Als derart bedrohlich für die Region wie auch das südliche Europa wird die libysche Anarchie eingeschätzt, dass Rufe nach einer erneuten Intervention lauter werden.

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