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Libyen ist am Ende

Aus «humanitären Gründen» griff die Nato 2011 in Libyen ein. Doch keiner der Träume für das Land hat sich erfüllt – im Gegenteil.

Von Martin Kilian, Washington
Nach dem Sturz Ghadhafis verloren die Nato-Staaten rasch das Interesse an Libyen – prompt brachen Chaos und bürgerkriegsähnliche Zustände aus.
Nach dem Sturz Ghadhafis verloren die Nato-Staaten rasch das Interesse an Libyen – prompt brachen Chaos und bürgerkriegsähnliche Zustände aus.
Maher Alawami, Keystone
Nach dem Tod des Machthabers Ghadhafi feiern Libyer auf dem Saha Kish Platz in Benghazi. Damals schien alles möglich. (23. Oktober 2011)
Nach dem Tod des Machthabers Ghadhafi feiern Libyer auf dem Saha Kish Platz in Benghazi. Damals schien alles möglich. (23. Oktober 2011)
Francois Mori, Keystone
Die damalige Aussenministerin Hillary Clinton sah ein demokratisches, pluralistisches Libyen – dank einer «Politik, die auf der richtigen Seite der Geschichte war und im Einklang mit unseren Werten sowie unseren strategischen Interessen in der Region stand».
Die damalige Aussenministerin Hillary Clinton sah ein demokratisches, pluralistisches Libyen – dank einer «Politik, die auf der richtigen Seite der Geschichte war und im Einklang mit unseren Werten sowie unseren strategischen Interessen in der Region stand».
Pete Marovich, Keystone
Richten soll es jetzt der ehemalige libysche General Khalifa Haftar. Doch in Washington traut man ihm nicht so recht über den Weg.
Richten soll es jetzt der ehemalige libysche General Khalifa Haftar. Doch in Washington traut man ihm nicht so recht über den Weg.
Mohammed Elshaiky, Keystone
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Das Land gleicht einer bröckelnden Ruine: Mindestens ein Viertel der Bevölkerung ist geflohen, und die Ölproduktion ist auf einen Bruchteil der früheren Förderung gefallen. Der IS und andere jihadistische Gruppen haben Brückenköpfe gebildet. Nichts funktioniert in Libyen vier Jahre nach dem Sturz von Muammar al-Ghadhafi. Als derart bedrohlich für die Region wie auch das südliche Europa wird die libysche Anarchie eingeschätzt, dass Rufe nach einer erneuten Intervention lauter werden.

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