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Kubaner dürfen bald Touristen sein

Raúl Castro will weitere Reformen umsetzen: Unter anderem sollen Kubaner erstmals seit der Revolution als Touristen ins Ausland reisen dürfen. Für Kuba eine Sensation.

Plaza de la Revolucion: Kubaner an der 1.Mai-Kundgebung in Havana.
Plaza de la Revolucion: Kubaner an der 1.Mai-Kundgebung in Havana.
Federico Reiners
Reformen werden diskutiert: Kubas Präsident Raúl Castro mit seinem Bruder, dem Kubanischen Leader Fidel Castro, während des 6. Kongresses der Kommunistischen Partei in Havana.
Reformen werden diskutiert: Kubas Präsident Raúl Castro mit seinem Bruder, dem Kubanischen Leader Fidel Castro, während des 6. Kongresses der Kommunistischen Partei in Havana.
Reuters
Gaukler als Touristenattraktion: Die Innenstadt «Havana Vieja» zählt seit 1982 zum UNESCO-Weltkulturerbe und wurde seither komplett saniert.
Gaukler als Touristenattraktion: Die Innenstadt «Havana Vieja» zählt seit 1982 zum UNESCO-Weltkulturerbe und wurde seither komplett saniert.
Federico Reiners
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«Revolution heisst Bewusstsein für den historischen Moment, heisst alles verändern, was verändert werden muss.» Mit diesen Worten des «Maximo Liders» Fidel Castro wird der Reformbericht zum 6. Kongress der Kommunistischen Partei (vom 18.4.2011) eingeleitet. Zwei Pesos kostet der 38 Seite lange und 313 Punkte umfassende Bericht, der seit gestern an Zeitungsständen in der Hauptstadt Havanna und weiteren grösseren Städten Kubas erhältlich ist. Umso kostbarer ist dessen Inhalt, der den Kubanern eine wahrlich historische Veränderung verspricht. Diese liest sich unter Absatz 265: «Erarbeitung einer Politik, die es den in Kuba wohnhaften Kubanern erleichtert, das Ausland als Touristen zu bereisen.» Was bedeutet, dass Kubaner zum ersten Mal seit der Revolution aus Kuba ausreisen dürfen. Dies war bisher, wenn überhaupt, nur unter äusserst komplizierten und auch kostspieligen Bedingungen möglich.

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