Kanada gehen die Cannabis-Vorräte aus

Lieferengpässe, lange Schlangen vor den Marihuana-Geschäften und Wartezeiten von bis zu fünf Tagen: Die Cannabis-Legalisierung in Kanada ist ein voller Erfolg.

Der Umfang der Bestellungen geht weit über die Erwartungen hinaus: Die Menschen warten in Kanada Stunden, um Marihuana zu kaufen. (17. Oktober 2018)

Der Umfang der Bestellungen geht weit über die Erwartungen hinaus: Die Menschen warten in Kanada Stunden, um Marihuana zu kaufen. (17. Oktober 2018)

(Bild: Keystone Jeff McIntosh)

Nach der Legalisierung des Cannabisverkaufs in Kanada hat die grosse Nachfrage vereinzelt zu Lieferengpässen geführt. In den Provinzen Neufundland und Saskatchwean sowie im arktischen Territorium Nunavut wurde am Donnerstag von zu Ende gehenden Vorräten berichtet.

Das Cannabis-Portal der Regierung von Ontario warnte Online-Kunden vor Wartezeiten von bis zu fünf Tagen. Vor vielen Marihuana-Geschäften des Landes bildeten sich auch am zweiten Tag nach der Legalisierung lange Schlangen.

Unter den Wartenden vor einem Geschäft in Montreal war auch der 30-jährige Alexandre, der am Mittwoch bereits vergebens angestanden hatte. Nach sieben Stunden Wartezeit sei er um 21.00 Uhr abgewiesen worden. Die Polizei löste die wartende Menschenmenge auf – ohne Zwischenfälle. «Es war die Hölle, es war kalt», sagte Alexandre. «Wir hatten aber trotzdem Spass», fügte er hinzu.

Besitz mit Beschränkungen

Kanada hatte am Mittwoch als weltweit zweites Land nach Uruguay vollständig den Verkauf von Cannabis legalisiert. Kanadischen Staatsbürgern ab 18 Jahren – in manchen Provinzen liegt die Altersgrenze bei 19 Jahren – ist es seitdem erlaubt, per Bestellung oder in autorisierten Geschäften ein Gramm Haschisch für etwa zehn kanadische Dollar zu kaufen. Der persönliche Besitz ist auf 30 Gramm beschränkt.

In Kanadas bevölkerungsreichster Provinz Ontario wurden in den ersten Stunden nach der Legalisierung am Mittwoch rund 38'000 Bestellungen im Wert von umgerechnet etwa 750'000 kanadischen Dollar entgegengenommen. Der Umfang gehe weit über die Erwartungen hinaus, erklärte die Regierung der Provinz Québec, die 42'000 Bestellungen verzeichnete.

chk/sda

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