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Bannons Kampf

Freundlich, aber radikal beschreibt Chefstratege Steve Bannon auf der konservativen Konferenz CPAC den Kurswechsel in der amerikanischen Politik.

Im Frühling noch zog Trump ihn aus dem Nationalen Sicherheitsrat ab: Stephen Bannon im Weissen Haus. (7. Februar 2017)
Im Frühling noch zog Trump ihn aus dem Nationalen Sicherheitsrat ab: Stephen Bannon im Weissen Haus. (7. Februar 2017)
Evan Vucci/AP, Keystone
Bannon spricht auf der Conservative Political Action Conference (CPAC) in Oxon Hill. (23. Februar 2017)
Bannon spricht auf der Conservative Political Action Conference (CPAC) in Oxon Hill. (23. Februar 2017)
Susan Walsh, Keystone
Steve Bannon (mit Michael Flynn, 5. von rechts, Jared Kushner, 4. v.r. und Ivanka Trump, 3. v.r.) an einer Medienkonferenz des Präsidenten. (10. Februar 2017).
Steve Bannon (mit Michael Flynn, 5. von rechts, Jared Kushner, 4. v.r. und Ivanka Trump, 3. v.r.) an einer Medienkonferenz des Präsidenten. (10. Februar 2017).
Carolyn Kaster, Keystone
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Der Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, hat bei der CPAC-Konferenz, einem jährlichen Treffen von Konservativen, die Medien erneut scharf angegriffen: «Jeder Tag wird ein Kampf sein», sagte der 63-Jährige vor tausenden Aktivisten und erklärte die Medien damit erneut zur Oppositionspartei, die Trumps Agenda nicht verstehe.

«Alles, was Sie lesen»

Die Medien hätten als globalisierte Konzerne keinerlei Übereinstimmung mit der national ausgerichteten Wirtschaftspolitik Trumps. Gemeinsam mit Reince Priebus, dem Stabschef des Weissen Hauses, bekräftigte Bannon, dass der US-Präsident sämtliche Wahlversprechen umsetzen werde: «Er (Trump) ist manisch darauf fokussiert, die Versprechen Realität werden zu lassen», so Bannon, der aufgrund seiner Machtfülle von Spöttern gern mal als «Präsident Bannon» bezeichnet wird.

Bannon weiss seine Macht geschickt zu demonstrieren: Als Priebus andeutete, dass sich das Verhältnis zu den Medien eines Tages verbessern werde, widersprach Bannon sofort: «Wenn ihr denkt, dass sie (die Medien) uns das Land ohne Widerstand zurückgeben, dann habt ihr euch getäuscht.»

Auf die Frage, welche die grössten Fehler in der täglichen Berichterstattung über das Weisse Haus seien, meinte Bannon: «Alles, was Sie lesen.»

Fragestunde: Bannon und Priebus im Interview. (Quelle: Youtube/ABCNews)

Angesprochen auf die Regierungsarbeit, hob Bannon drei Hauptlinien hervor: Dies seien die Themen Einwanderung und nationale Sicherheit, Handel und ein Rückbau des administrativen Staates. Die USA hätten eine Geschichte und eine Herkunft, dementsprechend werde nun Politik gemacht, so Bannon.

Die Reaktionen auf Bannons ersten öffentlichen Auftritt seit Beginn von Trumps Präsidentschaft liessen nicht lange auf sich warten. So kommentierte der britische Guardian: «Steve Bannon hat seine Todesmaske fallen lassen – und es war kein schöner Anblick.»

Diametral anders äusserte sich Trump-Beraterin Kellyanne Conway: Sie war begeistert von Priebus' und Bannons Leistungen und empfahl dem Duo, öfter im Fernsehen aufzutreten.

Heute soll auch Donald Trump auf der Konferenz eine Rede halten.

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