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Ike gefährdet Havanna

Der Hurrikan bewegt sich direkt auf die kubanische Hauptstadt zu. Zehntausende in Kuba und Florida haben sich in Sicherheit gebracht.

Hurrikan Ike peitscht die Sturmfluten gegen die Küste bei Galveston, Texas.
Hurrikan Ike peitscht die Sturmfluten gegen die Küste bei Galveston, Texas.
Keystone
Meterhoch schlagen die Wellen an der Küste des Golfs von Mexiko bei Galveston, Texas.
Meterhoch schlagen die Wellen an der Küste des Golfs von Mexiko bei Galveston, Texas.
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Satellitenaufnahme von Ike über dem Golf von Mexiko.
Satellitenaufnahme von Ike über dem Golf von Mexiko.
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Der Hurrikan Ike befindet sich zur Zeit über den östlichen Bahamas, nur noch 200 Kilometer westlich von Kuba. Dort wird der Sturm in einigen Stunden erwartet. Aus dem Osten kommend sollte Ike über Kuba hinwegziehen, bevor er am späten Montagabend die Florida Keys erreichen könnte.

«Es ist ein sehr gefährlicher Sturm», sagte der Meteorologe Colin McAdie vom Hurrikan-Zentrum in Miami. Es sei davon auszugehen, dass Ike auch in den kommenden Tagen ein starker Hurrikan bleiben werde. Er könnte sich dann im Verlauf der Woche auf den Golf von Mexiko zubewegen und damit auf die Südküste der USA.

Zehntausende bringen sich in Sicherheit

In Kuba brachten die Behörden Medienberichten zufolge Zehntausende in Sicherheit. Meteorologen befürchten, dass das Zentrum des Hurrikans am Montag auch über die Hauptstadt Havanna mit ihren zwei Millionen Einwohnern hinwegziehen könnte.

Auf den tiefliegenden Florida Keys sollten bis in wenigen Stunden alle Bewohner in Sicherheit gebracht werden. Urlauber waren bereits am Freitag aufgefordert worden, die Inseln zu verlassen. Im Norden der Dominikanischen Republik wurden 4000 Menschen aus Küstenorten evakuiert.

Florida hortet Wasser und Batterien

In Florida deckten sich die Bewohner der Küstenregionen mit Trinkwasser, Batterien und Gasflaschen ein. Gouverneur Charlie Christ sagte: «Es gibt keine Vorschriften. Was wir tun müssen, ist vorbereitet, schlau und vorsichtig zu sein.» In Louisiana setzte Gouverneur Bobby Jindal eine Arbeitsgruppe für Massnahmen bezüglich des Sturms ein. Ray Nagin, der Bürgermeister von New Orleans sagte, dass die Behörden auf Ike eingestellt seien, auch wenn es sicher schwierig werde, die Bürger kurz nach Gustav wieder zur Evakuierung zu bewegen.

UN fordert mehr Hilfe für Obdachlose in Haiti

Haiti leidet derweil weiter unter den verheerenden Folgen des Hurrikans Hanna. Auch Ausläufer von Ikes brachten inzwischen weiteren Regen nach Haiti und erschwerten Bergung und Versorgung der Flutopfer. Die letzte Brücke, über die Helfer die am schwersten betroffene Stadt Gonaives erreichen konnten, wurde heute nach den anhaltenden Regenfällen überflutet. «Dieser Sturm stellt uns auf die Probe», sagte eine Sprecherin des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen, Myrta Kaulard. Die UN-Friedenstruppe in Haiti begann mit der Verteilung von Lebensmitteln und Trinkwasser. Frachter und Hubschrauber brachten erste Hilfslieferungen in die Region.

Die UN-Gesandte Hedi Annabi sagte, dass noch viel mehr Hilfe nötig sein werde. Die Hälfte der Häuser stünden unter Wasser, sagte Landwirtschaftsminister Joannas Gay.

sda/ap/oku

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