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Ground-Zero-Moschee: Schachverband zeigt Interesse

Die Kontroverse um den Bau einer Moschee in der Nähe des Ground Zero nimmt kein Ende. Nun hat der Weltschachverband Bürgermeister Bloomberg ein lukratives Angebot unterbreitet.

Ein Bauprojekt spaltet die USA: Gegner der Moschee protestieren am 11. September.
Ein Bauprojekt spaltet die USA: Gegner der Moschee protestieren am 11. September.
Keystone

Der als exzentrisch geltende Vorsitzende des Weltschachverbandes (FIDE), der Russe Kirsan Iljumschinow, will das Gelände nahe des Ground Zero in New York kaufen, auf dem eine Moschee gebaut werden soll.

Er habe New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg im Namen des FIDE ein Kaufangebot von zehn Millionen Dollar unterbreitet, sagte Iljumschinow am Donnerstag der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Auf dem Gelände nahe des Standorts des bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zerstörten World Trade Centers solle ein internationales Schachzentrum mit einer Akademie entstehen.

Iljumschinow überbietet Trump

Er wolle zehn Millionen Dollar bieten, weil der US-Immobilienmilliardär Donald Trump zuvor ein Angebot von 7,5 Millionen Dollar abgegeben habe und dieses übertroffen werden solle, sagte Iljumschinow. Trumps Angebot von vergangener Woche war indes abgelehnt worden.

Der geplante Bau eines islamischen Gemeindezentrums mit Moschee spaltet seit Wochen die USA. Die Pläne haben einen landesweiten Ausbruch antimuslimischer Ressentiments geschürt, in Umfragen lehnt eine Mehrheit der US-Bürger den Bau ab.

Iljumschinow ist seit 15 Jahren Präsident des FIDE, derzeit liefert er sich um den Posten einen erbitterten Machtkampf mit dem einstigen Schachweltmeister Anatoli Karpow. Die FIDE-Präsidentenwahl findet am 29. September statt.

Gouverneur von Kalmückien

Iljumschinow stand zudem seit 17 Jahren als Gouverneur an der Spitze der buddhistischen russischen Republik Kalmückien, vergangene Woche kündigte er seine Rückzug von dem Amt an.

Der als schachbesessen geltende 48-Jährige liess vor den Toren der staubigen kalmückischen Hauptstadt Elista einen riesigen Schachkomplex unter dem Namen «Chess City» errichten. Er ist ausserdem dafür bekannt, dass er gerne in Interviews berichtet, mehrmals Ausserirdischen begegnet zu sein.

SDA/jak

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