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Gerüchte um Tod von Fidel Castro

Twitter-Nachrichten vermelden das Ableben des Máximo Líder. Für Verwirrung sorgen auch Meldungen über eine Medienkonferenz von Präsident Ràul Castro in Havanna.

Er hat vieles überlebt: Anschläge, Krankheiten und kubanische Zigarren mit Sprengsätzen der CIA. (19. April 1961).
Er hat vieles überlebt: Anschläge, Krankheiten und kubanische Zigarren mit Sprengsätzen der CIA. (19. April 1961).
Charles Tasnadi, Keystone
Der Máximo Líder vor zwei Jahren: Fidel Castro auf einem von der kubanischen Regierung veröffentlichten Bild. Damals zählte er 86 Lebensjahre. 49 davon war er in Kuba an der Macht gewesen (1. März 2012).
Der Máximo Líder vor zwei Jahren: Fidel Castro auf einem von der kubanischen Regierung veröffentlichten Bild. Damals zählte er 86 Lebensjahre. 49 davon war er in Kuba an der Macht gewesen (1. März 2012).
Keystone
Castro mit Lollipop: Aufnahme, die der spanische Jesuitenpater José Maria Patac 1940 vom Schuljungen Fidel und seinen Freunden gemacht hat.
Castro mit Lollipop: Aufnahme, die der spanische Jesuitenpater José Maria Patac 1940 vom Schuljungen Fidel und seinen Freunden gemacht hat.
Keystone
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Gerüchte über den Tod von Fidel Castro hat es öfter gegeben in den letzten Jahren. Bekannt ist, dass der frühere Staatschef von Kuba schwer krank ist. Die neusten Gerüchte entstanden nach einem Bericht der Zeitung «Diario las Américas», wonach Präsident Ràul Castro in den nächsten Stunden eine Medienkonferenz abhalten werde. Die kubanische Staatsführung hat inzwischen Berichte über eine Medienkonferenz zum Gesundheitszustand Fidel Castros zurückgewiesen. Entsprechende Einladungen seien nicht verschickt worden, teilte das kubanische Aussenministerium mit.

Die Gerüchte über den Tod des Máximo Líder nährte auch der Umstand, dass der 88-Jährige schon seit einem Jahr nicht mehr in der Öffentlichkeit auftrat. Er empfing lediglich ausländische Besucher in seiner Residenz in Havanna. Den Gerüchten liegt eventuell eine Verwechslung zugrunde. Vor wenigen Tagen starb der Sohn des kenianischen Oppositionsführers Raila Odinga. Dessen Name: Fidel Castro Odinga.

Fidel Castro war 2008 nach 49 Jahren an der Macht zurückgetreten. Dabei übergab er alle Führungsämter offiziell seinem Bruder Raúl, der heute 84 Jahre alt ist. Fidel war viele Jahre ein Gegenspieler der USA, er überlebte zehn US-Präsidenten. Der charismatische Führer der kubanischen Revolution hatte gerne lange Reden gehalten. Manche sollen über zehn Stunden gedauert haben. Von Castro stammen Sätze wie: «Wir Revolutionäre gehen nie in Pension.» Oder auch: «Sozialismus oder Tod.»

Vor einem Monat haben Kuba und die USA beschlossen, ein neues Kapitel ihrer diplomatischen Beziehungen aufzuschlagen. In Havanna soll wieder eine US-Botschaft eröffnet werden, einige Beschränkungen beim Handel und bei Finanzgeschäften sollen teilweise aufgehoben werden. Medienberichten zufolge hatte Papst Franziskus zwischen Raúl Castro und dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama vermittelt. Fidel Castro äusserte sich bislang nicht zu der historischen Annäherung zwischen Kuba und den USA.

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