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«Fifa, go back to Switzerland»

Rund 150 Menschen demonstrierten in Brasília vor dem Spiel Schweiz–Ecuador. Erst bei einer Polizeiabsperrung legten sie ihre Transparente nieder. In Rio wurde offenbar scharfe Munition eingesetzt.

Prangern die Fifa und die WM an: Demonstranten vor dem Schweizer Spiel in Brasília. (15. Juni 2014)
Prangern die Fifa und die WM an: Demonstranten vor dem Schweizer Spiel in Brasília. (15. Juni 2014)
AFP

Bei der Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien sind am Sonntag erneut Proteste aufgeflackert. Betroffen war auch das erste Spiel der Schweizer Nationalmannschaft in Brasília gegen Ecuador. Rund 150 Menschen demonstrierten dort friedlich gegen die WM.

Die Demonstranten legten ihre Transparente, die sich unter anderem gegen den Weltfussballverband Fifa richteten, vor einer Polizeiabsperrung nieder und gingen nach Spielbeginn auseinander, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Die Schweiz gewann das Spiel 2:1.

Polizisten haben am Sonntag offenbar während Protesten gegen die Fussballweltmeisterschaft in Brasilien mit scharfer Munition in die Luft geschossen. Auf einem Video der Nachrichtenagentur Associated Press ist ein Polizist zu sehen, der offenbar mit seiner Pistole in die Luft schiesst. Auch ein Mann in Zivil, der sich selbst als Polizist bezeichnet, zieht eine Pistole und gibt zwei Schüsse in die Luft ab.

Der Vorfall ereignete während eines kleinen, aber gewalttätigen Protests rund 1,5 Kilometer vom Maracana-Stadion in Rio de Janeiro entfernt, als gerade das Spiel zwischen Argentinien und Bosnien-Herzegowina begann.

Polizeisprecher Pedro Dantas erklärte, wenn sich der Vorfall bestätigen sollte, werde umgehend eine Untersuchung eingeleitet. Bislang lägen keine Berichte über Verletzte durch Schüsse vor.

Das Turnier in Brasilien ist das teuerste in der Geschichte des Weltfussballverbands Fifa. Das Schwellenland lässt sich das Ereignis umgerechnet mehr als acht Milliarden Euro kosten. Viele Brasilianer sind der Ansicht, dass die Regierung das Geld lieber für Gesundheit und Bildung hätte ausgeben sollen. Seit Beginn der WM am Donnerstag haben die Proteste aber nachgelassen.

sda/AP/chk

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