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Erstes Pinochet-Opfer erhält Entschädigung

Garcia Lucero sass während des Regimes von Augusto Pinochet zwei Jahre in Chile im Gefängnis und wurde gefoltert. Fast 40 Jahre danach erhält er nun 20'000 britische Pfund zugesprochen.

Für viele kommt die Gerechtigkeit zu spät: Gräber von Pinochet-Opfern in Santiago de Chile. (Archivbild)
Für viele kommt die Gerechtigkeit zu spät: Gräber von Pinochet-Opfern in Santiago de Chile. (Archivbild)
Keystone

Der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte hat erstmals einem Opfer des Pinochet-Regimes aus Chile eine Entschädigung zugesprochen. Das Gericht mit Sitz in Costa Rica entschied, dass Garcia Lucero für die beinahe zwei Jahre zwischen 1973 und 1975, die er im Gefängnis verbrachte und gefoltert wurde, 20'000 britische Pfund erhalten soll.

Das Regime von Augusto Pinochet regierte Chile von 1973 bis 1990. Lucero, der 1975 nach Grossbritannien abgeschoben worden war, hatte bereits nach Ende der Pinochet-Zeit Schadenersatz gefordert. Laut Gericht hatte die chilenische Regierung allerdings 17 Jahre verstreichen lassen, bis sie schliesslich Untersuchungen auf den Weg brachte. Der Gerichtshof warf Chile deswegen die Verletzung von Menschenrechtskonventionen sowie anderer internationaler Verträge vor.

AP/chk

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