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Eine Schlappe für Panamas Regierung

Vizepräsident Juan Carlos Varela von der Opposition gewinnt die Präsidentschaftswahl von Panama. Er versprach eine «Regierung der Einheit» und eine sozialere Politik.

Ist der nächste Präsident Panamas: Juan Carlos Varela. (4. Mai 2014)
Ist der nächste Präsident Panamas: Juan Carlos Varela. (4. Mai 2014)
Reuters

Die Regierung Panamas hat eine schwere Schlappe hinnehmen müssen: Präsident Martinelli konnte seinen Wunschnachfolger Arias nicht durchsetzen, stattdessen gewann der abtrünnige Vizepräsident Juan Carlos Varela. Dieser versprach eine sozialere Politik.

Das Wahlamt erklärte den Bewerber der bürgerlichen Partido Panameñista am Sonntagabend zum Sieger. «Sie sind der nächste Präsident der Republik», sagte Wahlamtchef Erasmo Pinilla in einem im Fernsehen übertragenen Telefonat mit Varela.

Staatschef durfte nicht noch einmal antreten

Varela kam nach Auszählung von über drei Vierteln der Stimmen auf 39,05 Prozent. Regierungskandidat José Domingo Arias erhielt demnach 32,05 Prozent der Stimmen. Der Drittplatzierte Juan Carlos Navarro räumte seine Niederlage ein und gratulierte Varela zum Sieg.

Der amtierende Staatschef Ricardo Martinelli durfte aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht erneut antreten. Allerdings kandidierte seine Ehefrau Marta Linares an der Seite von Arias für das Amt der Vizepräsidentin. Kritiker sahen darin einen Versuch Martinellis, auch nach Ende seiner Amtszeit Einfluss auf die Regierungspolitik auszuüben.

Regierung der Einheit versprochen

Der frühere Aussenminister Varela hatte 2011 mit Martinelli gebrochen und ihm Korruption vorgeworfen. Als weiterhin amtierender Vizepräsident bildete er ein Wahlbündnis zwischen seiner Partido Panameñista und der Partido Popular und versprach eine sozialere Politik. Am Sonntag kündigte Varela an, eine Regierung der Einheit zu bilden.

Im Wahlkampf hatten alle Kandidaten schwere Korruptionsvorwürfe gegeneinander erhoben. Beobachter sprachen von einer Schmutzkampagne. Die grössten Herausforderungen für den künftigen Präsidenten dürften der Ausbau der Infrastruktur, der Kampf gegen die Korruption und die wachsende soziale Ungleichheit sein.

Neben dem künftigen Präsidenten wurden am Sonntag auch die 71 Abgeordneten der Nationalversammlung und knapp 80 Bürgermeister gewählt. Den vorläufigen Ergebnissen zufolge konnte im Parlament keine Fraktion eine absolute Mehrheit erreichen.

SDA/chk

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