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Eine Impfung führte zur Enttarnung

Ein pakistanischer Arzt lieferte den USA Informationen über den Aufenthaltsort von Osama bin Laden. Inzwischen ist er wegen Landesverrat angeklagt.

Eingeweihte Beamte wussten bescheid: Zeitung in Pakistan am 3. Mai 2011.
Eingeweihte Beamte wussten bescheid: Zeitung in Pakistan am 3. Mai 2011.
AFP

US-Verteidigungsminister Leon Panetta hat erstmals öffentlich eingestanden, dass ein pakistanischer Arzt den USA vor dem Angriff auf Osama bin Laden wichtige Informationen geliefert hat.

Schakil Afridi hatte im Auftrag der CIA Impfungen durchgeführt, um so an DNA zu gelangen und die Anwesenheit bin Ladens in seinem Anwesen in der pakistanischen Stadt Abbottabad zu bestätigen. Dort wurde der al-Qaida-Führer im Mai von einer US-Sondereinheit getötet.

Panetta sagte in der Sendung «60 Minutes» auf CBS, die am Sonntag ausgestrahlt wird, er sei sehr besorgt, weil der Arzt inzwischen in Pakistan wegen Landesverrats angeklagt worden sei.

Kein Verräter

«Ich bin sehr besorgt über das, was die Pakistaner mit diesem Menschen gemacht haben», sagte Panetta. Afridi habe Erkenntnisse geliefert, die für den Einsatz gegen Bin Laden sehr nützlich gewesen seien.

Panetta sagte, Afridi habe sich in keiner Weise Pakistan gegenüber verräterisch verhalten. Der Kampf gegen den Terrorismus sei sowohl im Interesse der USA als auch Pakistans.

Zugleich sagte der US-Verteidigungsminister, er sei noch immer überzeugt, dass pakistanische Beamte über Bin Ladens Versteck Bescheid wussten.

Geheimdienstinformationen zufolge flogen pakistanische Militärhelikopter über den Wohnkomplex Bin Ladens in Abbottabad. Laut Panetta muss es Kenntnisse darüber gegeben haben, was in dem Anwesen vor sich ging.

(SDA)

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