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Ein Mann aus bester Familie

Der konservative brasilianische Präsidentschaftskandidat Aécio Neves entstammt einer Politikerdynastie. Der Wahlkampf zwischen ihm und Präsidentin Dilma Rousseff ist aber alles andere als ritterlich.

Wahlkampfauftritt von Aécio Neves. Im Hinblick auf den Stichentscheid sehen ihn die Umfragen knapp vor Amtsinhaberin Rousseff. Foto: Ueslei Marcelino (Reuters)
Wahlkampfauftritt von Aécio Neves. Im Hinblick auf den Stichentscheid sehen ihn die Umfragen knapp vor Amtsinhaberin Rousseff. Foto: Ueslei Marcelino (Reuters)

«Willkommen zu einer neuen Art, Politik zu betreiben», heisst es auf einem Plakat im Wahlkampfbüro von Aécio Neves. Der Herausforderer der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff hat im trendigen Stadtteil Brooklin in São Paulo zu einer Pressekonferenz geladen, und zumindest seine Art, Journalisten zu empfangen, ist tatsächlich unkonventionell. Keine Anmeldung notwendig, keine Ausweiskontrolle, kein prüfender Blick in Taschen und Rucksäcke. Warten auf einer mit Wellblech bedeckten Terrasse, stehend und in drückender Schwüle – Warten auf den Mann, der geschafft hat, was seit dem Ende der Militärdiktatur 1985 noch nie jemandem gelungen ist.

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