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Ein Link zwischen dem Charleston-Attentäter und Top-Republikanern

Ein Anführer der Organisation, die im Manifest des Charleston-Attentäters genannt wird, hat den Republikanern gespendet.

Offener Rassismus: Die Bluttat in der Emanuel African Methodist Episcopal Church von Charleston konfrontiert die USA mit dem Rassismus in ihrer Gesellschaft (21. Juni 2015).
Offener Rassismus: Die Bluttat in der Emanuel African Methodist Episcopal Church von Charleston konfrontiert die USA mit dem Rassismus in ihrer Gesellschaft (21. Juni 2015).
David Goldman, Keystone
Farbiger Trauermarsch: Tausende trauernde und aufgebrachte Bürger marschieren über die Arthur-Ravenel-Brücke zur Emanuel-AME-Kirche (21. Juni 2015).
Farbiger Trauermarsch: Tausende trauernde und aufgebrachte Bürger marschieren über die Arthur-Ravenel-Brücke zur Emanuel-AME-Kirche (21. Juni 2015).
David Goldman, Keystone
Der mutmassliche Attentäter: Dylann Roof posiert mit  Konföderierten-Flagge und Waffe.
Der mutmassliche Attentäter: Dylann Roof posiert mit Konföderierten-Flagge und Waffe.
Handout, Reuters
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Republikanische US-Präsidentschaftskandidaten haben Spenden vom Anführer jener Organisation erhalten, die dem mutmasslichen Attentäter von Charleston, Dylann Roof, bei seiner Radikalisierung geholfen haben soll, wie der «Guardian» berichtet. Roof, der vergangene Woche in einer Kirche neun Afroamerikaner erschossen hat, nennt in einem sehr wahrscheinlich von ihm stammenden Manifest das Council of Conservative Citizens (CofCC) als Informationsquelle, die ihm die Augen geöffnet habe.

Laut «Guardian» hat der Präsident des CofCC, Earl Holt, in den letzten Jahren 65'000 Dollar für republikanische Kampagnen gespendet. Von den Spenden profitierten auch die Präsidentschaftskandidaten Ted Cruz, Rick Santorum und Rand Paul. Cruz will angeblich die Spenden umgehend zurückzahlen. Ein Sprecher von Santorum stellte klar, dass sich der Senator von jeglichem Rassismus distanziere. Der Fokus seiner Kampagnen ziele auf ein gemeinsames und nicht auf ein geteiltes Amerika. Von Rand Paul erhielt der «Guardian» bislang keine Antwort.

CofCC distanziert sich von Attentat

CofCC-Präsident Holt hat online in einer Mitteilung zum Attentat Stellung genommen. Er hält darin fest, dass es ihn nicht verwundere, dass Roof sich über seine Gruppe Informationen beschafft habe, da sie akkurat und ehrlich über die Beziehung zwischen Weissen und Schwarzen berichten würden. CofCC sei aber in keiner Weise verantwortlich für die Taten eines Geistesgestörten, nur weil dieser sich auf ihrer Website informiert habe.

Das Southern Poverty Law Center, eine gemeinnützige Organisation gegen Rassismus, stuft das CofCC als eine «white supremacist extremist organization» ein, also als eine Organisation, welche die «weisse Rasse» als vorherrschend und die ethnische Durchmischung als religiösen Affront betrachtet.

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