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«Die Vereinigten Staaten sind stolz, diese Bemühungen zu unterstützen»

US-Präsident Barack Obama hat sich zum Abschluss des USA-Afrika-Gipfels in Washington für eine stärkere Zusammenarbeit ausgesprochen. Im Auge haben die USA auch die Bekämpfung des Terrorismus.

Das grösste Treffen dieser Art: Obama mit dem Präsidenten von Benin, Boni Yayi in Washington. (6. August 2014)
Das grösste Treffen dieser Art: Obama mit dem Präsidenten von Benin, Boni Yayi in Washington. (6. August 2014)
Jim Watson, AFP

Zum Abschluss des dreitägigen USA-Afrika-Gipfels hat sich US-Präsident Barack Obama für eine stärkere Zusammenarbeit beim Kampf gegen Extremistengruppen und regionale Konflikte auf dem Kontinent ausgesprochen. Obama lobte bei Beratungen mit Staats- und Regierungschefs aus fast 50 afrikanischen Ländern in Washington den Einsatz der Sicherheitskräfte.

Die Soldaten würden «ihre Leben riskieren, um regionale Bedrohungen anzugehen», sagte Obama. «Die Vereinigten Staaten sind stolz, diese Bemühungen zu unterstützen.» Nun müsse erörtert werden, wie «Afrikas Fähigkeit zur Bekämpfung transnationaler Bedrohungen» weiter gestärkt werden könne.

Zahlreiche Extremistengruppen

Auf dem Kontinent sind zahlreiche Extremisten- und Rebellengruppen aktiv. In Nigeria kämpft Boko Haram für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden des Landes und verübt zahlreiche Gewalttaten, darunter die Entführung von fast 300 Mädchen im April.

In Somalia kontrolliert die islamistische Shabaab-Miliz weite Gebiete, während sich im Maghreb und in der Sahelzone die Extremistengruppe al-Qaida im Islamischen Maghreb festgesetzt hat.

Auch im Osten der Demokratischen Republik Kongo herrscht Gewalt, zudem ist in der Region auch die Lord's Resistance Army mit ihrem berüchtigten Anführer Joseph Kony aktiv.

Der Südsudan versinkt drei Jahre nach seiner Unabhängigkeit in Gewalt und Chaos, die sudanesische Krisenregion Darfur ist ebenfalls weiter Schauplatz blutiger Kämpfe. In der Zentralafrikanischen Republik herrscht ebenfalls Bürgerkrieg, auch eine internationale Militärintervention unter Führung Frankreichs konnte bisher keinen Frieden bringen.

Militärhilfe

Die USA unterstützen afrikanische Länder mit Waffenlieferungen und anderer Militärhilfe, vor einem Eingreifen mit Soldaten scheut Washington dagegen zurück. Das US-Verteidigungsministerium hat aber kleine Truppenkontingente für die Suche nach Kony und nach den verschleppten Mädchen in Nigeria entsandt.

Neben Sicherheitsfragen war am Mittwoch erneut der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA und Afrika Thema des Gipfels. «Afrikas Aufstieg bedeutet Chancen für uns alle», sagte Obama.

Milliarden-Investitionen

Am Dienstag hatte der Präsident angekündigt, dass sich US-Unternehmen und die Regierung mit rund 33 Milliarden Dollar in Afrika engagieren würden. Mit den Investitionen hoffen die USA, stärker auf den afrikanischen Märkten Fuss zu fassen und ihren Rückstand gegenüber China und der EU aufzuholen.

Die afrikanische Wirtschaft verzeichnet seit Jahren ein kräftiges Wachstum, für 2014 sagt der Internationale Währungsfonds (IWF) für die Länder südlich der Sahara einen Anstieg um 5,4 Prozent voraus. Ein Grossteil der Bevölkerung auf dem Kontinent lebt aber weiterhin in Armut.

Von Ebola überschattet

Der am Montag begonnene Gipfel ist das grösste Treffen dieser Art, das bislang in den USA stattgefunden hat. Überschattet wurde der Gipfel von der Ebola-Epidemie in Westafrika, der bislang mehr als 930 Menschen erlagen. Besonders betroffen sind Guinea, Sierra-Leone und Liberia.

«Die Vereinigten Staaten und unsere internationalen Partner werden weiter alles Mögliche tun, um unseren afrikanischen Partnern bei einer Antwort auf diese Krise zu helfen», versprach Obama am Mittwoch.

SDA/mw

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