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Die mexikanische Krankheit

In Mexiko ist der Staat mit seinem Kampf gegen die Drogenkartelle gescheitert. Jetzt formiert sich eine Bürgerbewegung, angeführt von einem Poeten.

Forensiker sichern Spuren nach einem Blutbad in Ciudad Juárez im Juni 2010.
Forensiker sichern Spuren nach einem Blutbad in Ciudad Juárez im Juni 2010.
Keystone

Im Schloss Chapultepec in Mexico City sind sich vergangene Woche Präsident und Poet begegnet: Der mexikanische Regierungschef Felipe Calderón empfing den Dichter und Journalisten Javier Sicilia. Drei Monate zuvor war dessen 24-jähriger Sohn Juan Francisco Sicilia in der Stadt Cuernavaca ermordet worden, weil er sich im falschen Moment am falschen Ort befunden hatte. Mit ihm wurden sechs weitere Personen getötet. Die Täter, Angehörige des «Kartells des Südpazifiks», sind mittlerweile verhaftet. Nach dem Verbrechen gründete Javier Sicilia die «Bewegung für den Frieden». In einer Karawane zogen er und seine Anhänger in die Grenzstadt Ciudad Juárez, wo der Drogenkrieg schlimmer wütet als irgendwo sonst.

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