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Die Liste der Schande

Kinder werden verstümmelt, vergewaltigt und als menschliche Schutzschilder missbraucht. In einem Jahresbericht beschreibt die UNO was Kinder in Konfliktgebieten erleiden - und nennt die Täter.

Massaker an Kindern: Im syrischen Hula wurden 108 Menschen gezielt getötet, darunter etliche Kinder. Ein Einwohner zeigt einem Uno-Beobachter eine Leiche (26,. Mai 2012).
Massaker an Kindern: Im syrischen Hula wurden 108 Menschen gezielt getötet, darunter etliche Kinder. Ein Einwohner zeigt einem Uno-Beobachter eine Leiche (26,. Mai 2012).
Reuters
Verstümmelt, vergewaltigt, getötet: In Somalia wurden auch 2011 tausende Kinder Opfer des Bürgerkriegs. Eine Familie sitzt im Spital in Mogadischu bei einem verwundeten Jungen (31. März 2007).
Verstümmelt, vergewaltigt, getötet: In Somalia wurden auch 2011 tausende Kinder Opfer des Bürgerkriegs. Eine Familie sitzt im Spital in Mogadischu bei einem verwundeten Jungen (31. März 2007).
Reuters
Kinder zwischen den Fronten: Ein kolumbianischer Rebell steht neben einem Kind in der demilitarisierten Zone (14. Januar 2012).
Kinder zwischen den Fronten: Ein kolumbianischer Rebell steht neben einem Kind in der demilitarisierten Zone (14. Januar 2012).
Reuters
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Auf 51 Seiten listet die UNO in einem Jahresbericht auf, was Kindern vergangenes Jahr in Krisengebieten angetan wurde. Es ist ein Blick in menschliche Abgründe. In 23 Ländern werden in Konflikten und Kriegen nicht einmal die kleinsten Kinder geschont.

In Afghanistan wurden beispielsweise vergangenes Jahr 316 Kinder von Islamisten rekrutiert, hauptsächlich von den Taliban. Etliche wurden zu Selbstmordattentätern ausgebildet. 11 Kinder, darunter ein 8-jähriges Mädchen, starben bei einem Suizidanschlag. Auch die Regierungstruppen übten laut UNO Gewalt gegen Kinder aus. In Militärgefängnissen wurden 204 Jungen festgehalten, darunter ein Zehnjähriger. Sie wurden geschlagen, mit Elektroschocks gequält und ihnen wurde sexuelle Gewalt angedroht. Im Land wurden 2011 insgesamt 1'325 Kinder getötet, 110 davon bei Luftangriffen. Weil ihnen die Ausbildung von Mädchen nicht ins religiöse Konzept passt, brannten die Taliban Schulen nieder und töteten Lehrpersonal. Auch Spitäler wurden angegriffen.

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