Zum Hauptinhalt springen

Die letzten Tage des Alfonso Cano

Auf seiner verzweifelten Flucht vor der Armee beging der Chef der kolumbianischen Guerilla einen fatalen Fehler: Er rasierte sich den Bart ab. Das besiegelte seinen Untergang.

Vor knapp einer Woche ist Alfonso Cano, der Chef der kolumbianischen Guerilla Farc (Fuerzas armadas revolucionarias de Colombia), bei einem Gefecht mit der Armee ums Leben gekommen. Seither werden immer mehr Details über die letzten Tage des Rebellenführers bekannt – durch offizielle Verlautbarungen der Regierung, aber auch durch Indiskretionen aus Geheimdienstkreisen oder durch Erzählungen von Soldaten, die an der Jagd nach Cano teilgenommen haben.

Zunächst die Vorgeschichte: Alfonso Cano, geboren am 22. Juli 1948 in Bogotá, heisst in Wirklichkeit Guillermo León Sánez Vargas. Er wächst in einer Mittelstandsfamilie auf, hat sechs Geschwister, seine Mutter ist Pädagogin, sein Vater Agronom. Schon in früher Jugend zeigt Cano ein unbändiges Interesse an politischen und historischen Büchern.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.